BLOCK #4 | Nuovo Corviale Rom

Premiere | Reihe Performance | Dokumentation | Film

 

Corviale Film No.1_online 

Fr, 25.06.21 – So, 27.06.21 | 18:00 – 23:55

Wir zeigen den Film Corviale No. 1 (s/w | 30 min.) mit Marcus Reinhardt online.

Im Januar 2022 wird die vollständige BLOCK | Corviale Produktion mit einer begehbaren Video-Sound-Installation (Corviale No. 2) in der Vierten Welt zu sehen sein. 

 

 Corviale Film No.1 | Gespräch

Sa. 26.06.21 | 19:00

Eine Vierte Welt Produktion mit Life-Performance, Video-Sound-Installation und theatralem Spaziergang.

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Die Blocks dieser Welt sind die Wracks der Fortschrittsmoderne. Die letzten universalen Utopien in Stahlbeton gegossen. Vom Block des Neuen Zentrum Kreuzberg heraus haben wir in vier Produktionen Verbindung zu anderen Blocks geschlagen:  dem Stadtteil Ekbatan in Teheran (Iran),  der wohlfahrtsstaatlichen Modell-Stadt Tapiola in Espo (Finnland) und seit 2020 zu dem einen Kilometer langen, auf der Seite liegenden Wolkenkratzer Corviale am Rand von Rom (Italien).

Corviale ist der Entwurf einer Stadt von 8000 Menschen in einem einzigen Gebäude. Es heißt, Corviale sei die weltweit radikalste Umsetzung der Beschlüsse des Internationalen Congress of Modern Architecture aus den 50er und 60er Jahren, die die Stadtplanung und den Wohnungsbau bis in die 70er Jahre prägten. Monumental und unzerstörbar steht Corviale auf einem Hügel im Südwesten, am Rand von Rom. Großzügige lichte und bezahlbare Wohnungen für die Arbeiterfamilien aus dem Süden und für die aus Roms Zentrum verdrängten BewohnerInnen.

Corviale wurde nie ganz zu Ende gebaut. Wohnungen, Ladenpassagen und die fünf “Säle der Gemeinsamen Herrschaft” wurden besetzt und umgebaut. Irgendwann um 2000 sollte Corviale abgerissen werden. Es gilt als sozialer Brennpunkt, dort zu wohnen ist ein Stigma. Stoff für eine lange Reihe skandalisierender TV Features. Im politischen und sozialen Durcheinander Roms und in den Finessen der Bürokratie hatte Corviale kein Chance. Wo sollte die utopische kooperative Praxis und Organisation herkommen, die erforderlich ist, um die steinerne Utopie zum Leben zu erwecken? Das Leben in Corviale ist verkapselt. Selten begegnet einem ein Mensch in den Gängen und in den Treppenhäusern. Tagsüber sind es meistens freundliche alte Frauen. Hunde werden durch Büsche geführt. Zu Feierabend wird es belebter. Corviale wartet darauf, zu sich selbst zu kommen – dass der flüssige Stein zum Tanzboden des Lebens wird.

 

Die für Januar 2021 geplante Premiere müssen wir leider aus den bekannten Gründen in den Juni 2021 verschieben.

 

Künstlerische Leitung: Dirk Cieslak und Annett Hardegen

Ausstattung: Valentina Primavera

Video: Federico Neri

Performance: Johanna Ackva, Aurora Alfieri, Elena Caronia, Fiorella Di Gregorio, Carry McILwain, Marcus Reinhardt

Sounddesign & Live Sound: Macarena Solervicens Ruz

O-Ton-Aufnahme: David Matteucci

Drohnenpilot: Daniele Romano

Ausstattung Mitarbeit Rom: Elina Vaakanainen

Ausstattung Mitarbeit Berlin: Kallia Kefala

Technik: Sebastian König

Produktionsleitung: Martina Neu

 

Wir bedanken uns bei Monica Melani (Mitreo-Roma) Sara Braschi, Sofia Sebastianelli, Maria Rocco (Laboratorio Città Corviale), Aisling Pallotta, Angelo Scamponi und Don Gabriel für die ihre Gastfreundschaft und freundliche Unterstützung.

 

Eine Produktion von VIERTE WELT gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa und den Fonds darstellende Künste.

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Building future archives –– Decolonizing culture(s) of remembrance

With Nesindano Namise

Zoom Meeting ID: 811 4361 6679

Do. 24.06.21 | 20:00 | online 19:45

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In the previous sessions of Public Research we discussed the multiplicity of crises that shape our world, reading Isabell Strangers’ In Catastrophic Times. Resisting the Coming Barbarism. we looked at crises from environmental and social perspectives. Last months session we returned to the body (and its crises): Together with Yael Friedman we explored questions evolving around the concept of the patient from biological and ethical perspectives, as well as the concept of recovery regarding medical holism and epistemic injustice.
 
In this upcoming session of Public Research we will continue with the body and its crises shifting the perspective to artistic strategies of decoloniality. With our Namibian guest – performance poet and vocalist/writer Nesindano Namise we will talk about her artistic approach and research on the entanglement of coloniality, identity and culture(s) of remembrance. Through her performances in which she works with experimental music and sound Nesindano challenges prevailing narratives around questions of restitution and remembrance. She describes her artistic approach as ‚aural history‘ –– a way of exploring identity through experimental aural spheres and sound as a somatic decolonising experience. Following Nesindano’s presentation of her current artistic research we will open up the discussion along the questions of how these practices can be part of building future archives and cultures of remembering the traumatic repercussions of colonialism.
 
Nesindano Namise  is currently a recipient of the Namibian residency programme by Akademie Schloss Solitute and also a resident for Flausen+  2021. Her current projects focus on stories of “aural history”, Namibia-German colonial past and exploring Afro-futurism. She is well known for her multilingual and improvisational approach to her music/sound scaping in her mother tongue, Khoekhoegowab, English and Afrikaans. Nesindano is the co-organiser of Spoken Word Namibia an influential platform, which has largely impacted a large part of Windhoek’s contemporary performance spaces. Her content speaks of resilience, identity and expression through personal, collective or isolated stories and highlights creating enabling spaces for women, indigenous and queer people.
 
Foto: Jasmine Schädler
 

Chor-Denken 1 | Chor und Wahrsprechen [parrhesia]

gesellschaften

 Mit Sebastian Kirsch und Nicolas Siepen 

 

Die Veranstaltung findet als Open Air statt. Wg. beschränkter Zuschauerzahl ist eine Reservierung notwendig. Sie können der Veranstaltung auch via  Streaming Link online folgen.

Eintritt Frei

Zoom Meeting ID: 896 8633 8433

Di. 22.06.21 | 19:00 | Einlass 18:30

 Chor-Denken

Sorge – Wahrheit – Technik 

Drei Veranstaltungen mit Sebastian Kirsch und Freund*innen. Juni – Oktober 2021im Rahmen des Festivals 10 Jahre Vierte Welt. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

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Viele neuere Theaterformen teilen ein auffälliges Interesse an chorischen Praktiken. Diese Aktualität des Chores, der zunächst vor allem an die Tragödie und die griechische Antike denken lässt, mag auf den ersten Blick überraschen. Bei näherem Hinsehen ist sie aber keineswegs verwunderlich: Nicht nur waren Chöre historisch immer wieder verbunden mit Prozessen der „Gefügebildung“, in den überlieferten antiken Stücken begegnen sie auch als Träger von unterschiedlichstem „Umgebungswissen“, das dort im Regelfall mit kosmologischen und mythologischen Wissensformen zusammenhängt. Mit beiden Stichworten, Gefüge und Umgebung, sind aber Diskurse berührt, die Kunst und Theorie gerade heute stark umtreiben: Zu denken ist etwa an die anhaltende Konjunktur von relationalen Modellen, die die Beziehungen in den Vordergrund stellen, in denen scheinbar geschlossene Dinge und Lebewesen stehen. Zu denken ist an ein verbreitetes Interesse an „Transversalität“, im Sinn von Übertragungsprozessen, die quer durch institutionelle Rahmungen und systemische Schließungen Ansteckungseffekte generieren (wofür auch die Pandemie ein Beispiel ist). Und zu denken ist an die heutige Bedeutung umweltbezogener Regierungsformen, die – im Verbund mit Netzwerktechnologien – Verhaltensweisen über Umgebungsvariablen zu steuern suchen (und die sogenannten „medienökologischen“ Theorien in den vergangenen Jahren großen Auftrieb gegeben haben).

Für die große Bedeutung des Chores im Gegenwartstheater scheint aber noch etwas anderes ausschlaggebend zu sein. Denn allein schon weil seine historischen Anfänge im Nebel liegen, lässt er sich nicht auf die Geschichte einer Institution „Theater“ reduzieren und weist in gewisser Weise über deren Rahmen hinaus. Gerade wegen dieses Schwellenstatuts scheinen chorische Praktiken aber immer wieder in der Lage zu sein, betriebliche Selbstreferenzen aufzubrechen und disziplinär beschränkte Theaterkunst überhaupt „in die Welt“ hinein zu öffnen.

Der Theaterwissenschaftler Sebastian Kirsch geht der Geschichte des Chores im Kontext dieser Themen nach und stellt dabei die Frage, ob es eine Weise des Denkens und des Philosophierens gibt, die selbst chorisch genannt werden kann. An drei Abenden wird Kirsch, dessen Buch „Chor-Denken“ 2020 erschienen ist, gemeinsam mit drei Gästen diesen Möglichkeiten genauer nachspüren. 

 

 
Veranstaltung 1: Chor und Wahrsprechen (parrhesia)

Sebastian Kirsch und Nicolas Siepen  

 

„Ein Betrunkener gebraucht parrhesia, weil er im Weinrausch nicht nur über sich, sondern auch über alle anderen die Wahrheit offenbart.“

(Philochoros in Aischylos‘ Fragment 11)

 

Der erste Teil der „Chor-Denken“-Reihe ist möglichen Zusammenhängen zwischen chorischem Sprechen und dem antiken Begriff der parrhesia, des freimütigen „Wahrsprechens“, gewidmet. Diesem Begriff schenkte Michel Foucault in seinen letzten Arbeiten besondere Aufmerksamkeit, wobei seine diesbezüglichen Ausführungen – etwa in „Der Mut zur Wahrheit“ – sich durchaus wie ein später Beitrag des Philosophen zur free speech-Bewegung der 68er lesen. So geht es Foucault zufolge bei der parrhesia immer um eine riskante Rede, zum Beispiel um den Mut, dem Tyrannen die Wahrheit ins Gesicht zu sagen oder durch offene Kritik eine Freundschaft auf Spiel zu setzen.

Allerdings handelt es sich bei der parrhesia auch um ein sehr fremdartiges Konzept, dessen Wahrheitsbegriff zum Beispiel ohne Bezug auf eine diskursiv gewonnene Erkenntnis auskommt. Mehr noch: Die Wahrheit der parrhesiastischen Rede bekundet sich laut Foucault häufig auch in schockartigen Inszenierungen, die sich im Zweifelsfall sogar bis zum Selbstmordattentat zu steigern vermögen. Schon deswegen stellt sich die Frage, wie sich Foucaults Überlegungen zur parrhesia 40 Jahre später lesen. Wie ist das Rauschhafte parrhesiastischer Wahrheit einzuschätzen, auf das beispielsweise das obige Zitat des Aischylos hindeutet? Gibt es Verbindungen zwischen parrhesia, Chor und dem von Deleuze/Guattari entwickelten Begriff der „nomadischen Kriegsmaschine“? Und was soll man aus der Tatsache machen, dass sich im 21. Jahrhundert gerade rechte Identitäre gerne als „freimütige Alles-Sager“ inszenieren?

 

Sebastian Kirsch ist Autor und Theaterwissenschaftler und hat in Bochum, Düsseldorf, Stockholm und Wien gelehrt. Zuletzt erschien Chor-Denken. Sorge, Wahrheit, Technik (zugleich Habilitation). Mit einem Forschungsprojekt zu Hermann Broch war Kirsch 2019/2020 als Humboldt-Stipendiat am German Department der New York University assoziiert, derzeit ist er am Berliner Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung zu Gast.  Daneben war Kirsch 2007-2013 Redakteur von Theater der Zeit; dramaturgische Zusammenarbeiten verbinden ihn mit Hans-Peter Litscher und Johannes Schmit.

 

Nicolas Siepen ist Künstler/Filmemacher, Theoretiker und Mitbegründer von b_books und dem Performing Arts Forum (PAF). In den 90er Jahren war er Teil der Künstlergruppe KlasseZwei und der Band ZigarettenRauchen. Von 2009 bis 2016 war er Professor für Bildende Kunst an der Academy of Contemporary Arts in Tromsø, Norwegen. Derzeit arbeitet er mit der Vierten Welt zusammen. Lebt und arbeitet in Berlin.

 

The story behind the song Vol. I: Jakob Dobers

Gespräch | Musik _online | Zoom

  
Ein Gespräch mit Musik

Max presents

Fr. 16.06.21 | 20:00 – 21:00

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Max von der Vierten Welt lädt Musiker:in ein um ein paar Songs zu spielen und über sie zu reden. Die Geschichte hinter dem Song. Oder davor. Oder danach.
Sein erster Gast ist Jakob Dobers. Bekannt durch seine Bands „Zimtfisch“, „Sorry Gilberto“ und seit jüngerer Zeit solo unterwegs. Sein neues Solo- Album wartet nun auch schon ein Jahr darauf auf große Tour zu gehen. Zeit um darüber zu sprechen und zumindest mal reinzuhören!

Eine Produktion im Rahmen des Festivals 10 Jahre Vierte Welt. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

Abschied auf Raten

Performance | 10 Jahre Vierte Welt | _Online

 

YOUTUBE – LIVE STREAM

Gemeinsam einsam. 
Eine One-Woman-Performance über Pflege und Isolation

Ren Saibara

Fr. 11.06.21 | 20:00 

Sa. 12.06.21 | 18:00

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Es war die Nacht der Premiere einer meiner Freundinnen, als meine Mitbewohnerin, mit der ich wie eine Familie zusammen in einer Wohngemeinschaft lebe, auf einmal erkrankte. Sie hatte einen leichten Schlaganfall erlitten und kam am Tag darauf sofort ins Krankenhaus. Seitdem gehört die Pflege meiner Mitbewohnerin zu meinem Alltag und fesselt mich an unsere Wohnung. Seitdem möchte ich am liebsten immer nur zu Hause sein. Warum? Wie kommt es, dass ich mich am liebsten mit ihr zusammen aus der Welt zurückziehen und mich abkapseln möchte? Oder würde ich in Wirklichkeit doch lieber aus dieser Situation fliehen? – Seit es jedoch Corona „gibt“, ist die Außenwelt zurück in unserem Leben – dadurch, dass es den anderen genauso geht wie uns…

Konzept, Regie und Performance: Ren Saibara, Sprecherin: Emily Klinge, Text: Viola Köster, Video: Lea Nagano, Künstlerische Mitarbeit: Haruka Tomatsu; Tomoya Kawamura

Eine Produktion im Rahmen des Festivals 10 Jahre Vierte Welt. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

IMPULSE THEATER FESTIVAL | Akademie #1 | CHORUS

Texte | Dirk Cieslak und Christina Irrgang im Gespräch2020

Was gab es 1990 zu sagen, und was muss auf dem Weg ins Jetzt dringlicher wieder oder anders benannt werden? Was wurde erreicht, wodurch sind wir gewachsen oder aber woran als Menschen kollektiv gescheitert? Christina Irrgang versammelt Stimmen von Zeitzeug:innen aus 30 Jahren Festivalgeschichte und damit Erinnerungen und „Impulse“, die das Festival gesetzt hat. Auf einem Karteikartensystem und assoziativer Notation basierende Gespräche sind Ausgangspunkt für ein vielstimmiges Archiv subjektiv erlebter Geschichte, das den Besucher:innen die Möglichkeit gibt, mit Zeitzeug:innen in Kontakt zu treten: durch Gesprochenes, Geschriebenes, Gehörtes. Eine Oral History, die nicht zuletzt darauf abzielt, begreifbar zu machen, wo das Freie Theater heute ästhetisch, politisch und ökonomisch steht.

STAATSAPPARAT 2

gesellschaften | war machine_online

 

Di. 08.06.21 | 20:00

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Deleuze and Guattari haben dem Staat die Kriegsmaschine als geschichtliche Macht beigestellt und den Staatsapparat in Abhängigkeit vom universellen Markt gedacht. Diese theoretischen Verflechtungen haben die Eigenschaft, gesellschaftliche Veränderungen nicht entlang von Widersprüchen zu denken, sondern von ihren Dysfunktionalitäten: “Darin offenbart sich die Identität von Gesellschafts- und Wunschmaschine: nicht Abnutzung macht ihre Grenze aus, sondern die Fehlzündung, sie funktioniert, wenn sie knirscht, wenn sie kaputtgeht, in kleinen Explosionen birst – die Dysfunktionen sind Teil ihres Funktionierens. […] Und je mehr alles aus dem Leim geht, desto besser läuft es – auf amerikanische Art und Weise.” (Anti-Ödipus). Bei der letzten Sitzung haben wir das Plateau über den Vereinnahmungsapparat anhand der kriegerischen Asymmetrie im Nahostkonflikt angewendet. Diesmal wollen wir uns damit beschäftigen wie der Staatsapparat mit den gesellschaftlichen Dysfunktionalitäten umgeht, die ihr Funktionen ausmachen. In der Tat scheint ja gerade vieles aus dem Leim zu gehen. Wir werden also weiter im Plateau 13 wildern!

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Dissolving Our Market Value | Different Quality / Difference Quality

Gespräch | Workshopreihe

 

Different Quality / Difference Quality

Die Veranstaltung findet online statt. Teilnahme ist nur mit RESERVIERUNG möglich. Zoom-Link wird nach Reservierung per Mail gesendet. Bei Nachfragen gern per Email an: karten@viertewelt.de

Mo. 04.06.21 | 18:00 – 19:30

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Wir begeben uns in einen Austausch darüber, wie eine prozessorientiertere Ãsthetik aussehen könnte, bei der der Umgang miteinander und mit den Themen und Politiken eher den Qualitätsbegriff definieren, als das, was herauskommt. Wie lässt sich zum Beispiel über etwas, das sich einem ästhetischen Endergebnis entzieht, sprechen und wie kann es nach Außen kommuniziert werden? Und wo können Quantität und Qualität in andere Verbindungen treten?

Wir zeigen uns Versionen des Für-Sich-Richtig-Machens, lassen dabei unsere Faszination für starke Arbeiten und unsere Wünsche zu touren zu und schauen uns Relationen zu Ableismuskritik an.

Im Rahmen von Different Quality / Difference Quality wird die Regisseurin und Theaterwissenschaftlerin Tina Turnheim ausgehend von Asja Läcis Proletarischem Kindertheater und verschiedenen Formen der Lehrstück-Praxis Impulse für prozessorientierte Arbeitspraktiken entwickeln.

Dissolving Our Market Value | Care Calls

Gespräch | Workshopreihe 

Fr. 04.06.21 
Care Calls  mit Janna Enders

Die Veranstaltung findet online statt. Teilnahme ist nur mit RESERVIERUNG möglich. Zoom-Link wird nach Reservierung per Mail gesendet. Bei Nachfragen gern per Email an: karten@viertewelt.de

Eine Produktion im Rahmen des Festivals 10 Jahre Vierte Welt. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

Mo. 04.06.21 | 16:00 – 17:30

Die Veranstaltung findet online statt. Teilnahme ist nur mit RESERVIERUNG möglich. Zoom-Link wird nach Reservierung per Mail gesendet. Bei Nachfragen gern per Email an: karten@viertewelt.de

Eine Produktion im Rahmen des Festivals 10 Jahre Vierte Welt. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

Zum 10. Geburtstag der Vierten Welt wollen wir uns in mehreren Blöcken, in wiederkehrenden Formaten dis_kontinuierlich treffen und Solidarität und Differenzen in ökonomischen Fragen denken. Wie wirken ökonomische Strukturen um uns, in uns, in unserem Handeln, in den Freien Darstellenden Künsten, was für solidarische Strategien haben wir bisher gefunden, was davon lässt sich teilen? Im Sinne einer Community Care Praxis wird es dabei nicht nur um etwas gehen, sondern auch um uns. Klassische Workshop-, Talk- und Vor_tragsformate werden porös und stecken sich gegenseitig an. Wir wollen uns Zeit nehmen, durch etwas Struktur Halt finden und offen bleiben, gemeinsame Modi des Austausches zu finden. Dabei laden wir critical companions ein, gehen von losen Fixpunkten aus, um Fragen nach gemeinsam verbrachter Zeit anders formulieren zu können. Die Reihe Dissolving Our Market Value ist von Melmun Bajarchuu, Julia*n Meding und Annett Hardegen initiiert.

Dissolving Our Market Value | Complex Solidarities

Gespräch | Workshopreihe

 
Do. 03.06.21
Complex Solidarities 

Initiative für Solidarität am Theater

 

Die Veranstaltung findet online statt. Teilnahme ist nur mit RESERVIERUNG möglich. Zoom-Link wird nach Reservierung per Mail gesendet. Bei Nachfragen gern per Email an: karten@viertewelt.de

Eine Produktion im Rahmen des Festivals 10 Jahre Vierte Welt. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

Mo. 04.06.21 | 16:00 – 17:30

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Über Vergleiche und Assoziationen nähern wir uns Bildern, um uns und unsere Bedürfnisse zu beschreiben.

Wir folgen unseren Wünschen, komplexe und teilweise widersprüchliche Formen von Solidarität zu denken, auch mit und von nichtmenschlichen Wesen und Objekten um uns herum, und handeln und finden nichtlineare Erzählungen, um uns in Verwebung(en) Halt zu geben. Dabei erproben wir Formen, Needs und Angebote von Care zu formulieren und einen Raum zu erzeugen, in dem das möglich ist. 

Wir möchten dabei auch Verbindungen zu Praktiken und Denkweisen herstellen, die auf dem tradierten Wissen von Menschen und Gruppen basieren, die kolonisiert und unterdrückt wurden – und in ein binäres Denksystem und reduzierte Logiken eingepfercht wurden. Dabei geht es nicht um eine Aneignung, sondern um Wertschätzung und Sichtbarmachung von durch kapitalistische Kräfte marginalisierten Positionen.

Bei der ersten Ausgabe von Complex Solidarities wird die Initiative für Solidarität am Theater über ihre Strategien eines Nichthiearchischen Zusammenarbeitens sprechen.

Zum 10. Geburtstag der Vierten Welt wollen wir uns in mehreren Blöcken, in wiederkehrenden Formaten dis_kontinuierlich treffen und Solidarität und Differenzen in ökonomischen Fragen denken. Wie wirken ökonomische Strukturen um uns, in uns, in unserem Handeln, in den Freien Darstellenden Künsten, was für solidarische Strategien haben wir bisher gefunden, was davon lässt sich teilen? Im Sinne einer Community Care Praxis wird es dabei nicht nur um etwas gehen, sondern auch um uns. Klassische Workshop-, Talk- und Vor_tragsformate werden porös und stecken sich gegenseitig an. Wir wollen uns Zeit nehmen, durch etwas Struktur Halt finden und offen bleiben, gemeinsame Modi des Austausches zu finden. Dabei laden wir critical companions ein, gehen von losen Fixpunkten aus, um Fragen nach gemeinsam verbrachter Zeit anders formulieren zu können. Die Reihe Dissolving Our Market Value ist von Melmun Bajarchuu, Julia*n Meding und Annett Hardegen initiiert.

 

Eine Produktion im Rahmen des Festivals 10 Jahre Vierte Welt. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.