Rawabies Disruptive Nights

Theater Rafat Alzakut

 
 Rawabies Disruptive Nights
Berlin – Ort der Zuflucht und der Utopie, aber auch der Isolation und Schlaflosigkeit.Eine performative Theaterarbeit, die darüber reflektiert und hinterfragt, ob eine neue Gesellschaftsutopie, jenseits individualisierter Entfremdung und Stigmatisierung, erdacht werden kann.

Fr, 30.10. & Sa, 31.10.2020 | 20:00 | Eintritt 3 | 7 | 11 Euro

Berlin – hier leben exilierter KünstlerInnen aus Syrien & dem Iran. Um erfahrbar und denkbar zu machen, was der Verlust eines kollektiven Freiheitstraums und die erzwungene Exilerfahrung und Identitätszuweisung in einer individualisierten, fragmentierten und von Machtstrukturen geprägten Gesellschaft bedeutet.Und wie können die alten und neuen BewohnerInnen der Stadt gemeinsam eine Gesellschaftsutopie, jenseits individualisierter Entfremdung und Stigmatisierung, erdenken.
 
Konzept und Regie | Rafat Alzakout | Performer | Ali Hassan und Kaveh GhaemiKostüm | Arianna Fantin | Assistenz | Gaia DonadelAlma Fantin | Produktion | Christin LüttichIn Arabischer, Persischer, Deutscher SpracheUnterstützt mit Mitteln der Projektförderung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg und About: change e.V.

IM TOTEN WINKEL

Diskurs | Performance Reihe | seit 05-2013 

 

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Ein Philosoph | Ein Text | Eine Bühne + Drei Übungen

Die Performance-ReiheIm Toten Winkel wurde im Mai 2013 mit einem Text des französischen Philosophen Alain Brossat eröffnet. Ein Philosoph/in schreibt einen Text für die Bühne. In drei Übungen, über einem längeren Zeitraum verteilt, nähert sich das Ensemble dem Text an, umkreist ihn und entwickelt jeweils drei Theaterabende. Diese Arbeitsweise  entspringt dem Wunsch, die Performance nicht als Schlusspunkt zu setzen, sondern den Prozess der Aneignung und Annäherung an den Text offen zu halten. Wenn wir den Text über ein Jahr weiter-denken und weiter-probieren, insistieren wir auf den Gebrauchswert des Textes für unsere Erfahrung und Erkenntnis. Jenseits von akademischen Einschließungen und Verwertungszwängen, suchen wir danach, philosophische Konzepte/Entwürfe im performativen Raum für ein öffentliches Denken produktiv zu machen.  Die Aufführungen/ Performances verstehen wir in diesem Sinn als offene und unabschliessbare Übungen (Manöver).

Eine Produktion der Vierte Welt Kollaborationen

2016 – Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

2013 bis 2015 – Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und durch die Konzeptionsförderung des Fonds Darstellende Künste e.V. aus Mitteln des Bundes.

 

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The performance series ON THE BLIND SPOT started in May 2013 with a text by French philosopher Alain Brossat. A philosopher writes a text for the stage. In three exercises, spread out over a long period of time, the ensemble approaches the text, orbits around it and creates three productions. This approach is rooted in the desire to keep the process open, in acquiring the text anew and converging it time and again. The performance is not the final result. When we re-think and re-rehearse the text over the term of a year, we assert the text’s practical value for our experiences and insights. Beyond academic confinement and compulsive utilisation, we are trying to use the performative space to make philosophical concepts/drafts productive for public thinking. In this context we understand our productions/performances as open, inconclusive exercises (Manoeuvres)

As of yet, ON THE BLIND SPOT authors have been Alain Brossat (PLEBS INVICTA), Maurizio Lazzarato (The Making of the Indebted Man), and Giovanni Leghissa (Verfirmung der Gesellschaft/Incorporating Society). The series will continue in 2016 with its fourth edition called Pandora’s Daughters in collaboration with philosopher Boyan Manchev [archive series 1-3 See below]

A  Vierte Welt Kollaborationen production

Funded by Hauptstadtkulturfonds (2016) | Funded by Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten and Konzeptionsförderung des Fonds Darstellende Künste e.V. aus Mitteln des Bundes (2013 – 2015)

Serie 4 | April 2016 – Januar 2017

Boyan Manchev | Pandoras Töchter

Der Pandora Mythos

Serie 3 | Juni 2014 – Februar 2015

Giovanni Leghissa | Mythos T.I.N.A.

Die Ära Neoliberalismus ist etwas völlig Neues

Serie 2 | November 2013 – Mai 2014

Maurizio Lazzarato | Der verschuldete Mensch

Schuldenökonomie und Existenz

AUSNAHMEZUSTAND

Performance-Reihe | November 2014 bis Juni 2015  

 
AUSNAHMEZUSTAND # 1 bis 6

oder sechs Versuche in der Kunst der Gastfreundschaft

Eine Performance Reihe frei nach Navid Kermani

Trailer | Embedded  [Afghanistan]

Wiederaufnahme 2016:  Installation/Video/Performance mit Essen von Women in Exil

Mo. 14.11 bis Do. 17.11 | tgl. 20:00 Uhr | Bar/Kasse 19:30 | Eintritt 13/8/3 Euro incl. Essen.

 
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Die feinen Beobachtungen des deutsch-iranischen Autoren Navid Kermani in den Regionen am Rande der Welt, in denen Ausnahmezustand herrscht, entwickeln eine stille Kraft. Sie erzeugen

mit ihrer poetischen Ruhe und Genauigkeit das Gefühl einer Begegnung mit Menschen in Kaschmir, Indien, Afghanistan, Iran, Syrien, Palästina und auf Lampedusa, dem Tor zu Europa. Sie sind Einübungen in Fernstenliebe. Die Auseinandersetzung mit Kermanis Texten in der Reihe AUSNAHMEZUSTAND beschreibt verschiedene Anordnungen zur Verständigung. Verständigung heißt, ein Gespräch führen; keines Falls geht es dabei um einen Dialog, eine Debatte oder einen politischen oder weltanschaulichen Disput.

Es ist die Welt hinter Lampedusa: der Krisengürtel, der sich von Kashmir über Pakistan und Afghanistan über Iran bis in die arabische Welt und noch an die Grenzen und Küsten Europas erstreckt. Von dieser Region berichtet Navid Kermani, von unserer unmittelbaren Nachbarschaft, so fern sie unserem medialen Bewusstsein auch erscheint. Wie von Zauberhand gelingt es ihm dabei, einzelne Schicksale und Situationen so lebendig werden zu lassen, dass schlagartig weltpolitische, ja existentielle Problemlagen deutlich werden, die uns unmittelbar berühren. Auch hinter Lampedusa liegt unsere Welt. Text C.H.Beck Verlag

Der Akt der Gastfreundschaft kann nur poetisch sein. Jacques Derrida

Wir nehmen Kermanis Geschichten zum Anlass, in der Vierten Welt einen Ort der Gastfreundschaft zu errichten. Wir betreten einen Raum, in dem wir uns als Gast und als Gastgeber begegnen. Hier

ist ein ungeschriebenes Gastrecht verbürgt. Ein Recht, von dem wir eigentlich nichts (mehr) wissen. Die Gast/Gastgeber-Verabredung wird zum theatralen Grundthema der Abende. Aber was ist das Gastfreundschaft? Was kann das sein? Jemanden zuzurufen, Fühl dich wie Zuhause… Help yourself… ist vermutlich die Annullierung der Gesetze der Gastfreundschaft. Stehen wir vor der Aufgabe, uns an die Gesetze der Gastfreundschaft zu erinnern, um sie neu zu erfinden? Wir werden unser Bestes tun und unsere Gastgeber, die Performer Anders Carlsson und Matthias Breitenbach werden an sechs Abenden auf ihre jeweiligen Gäste aus Pakistan, Afghanistan, Teheran, Syrien, Palästina und Lampedusa treffen. Und dabei insistieren sie auf die kulturelle Differenz. Es gibt nichts zu versöhnen und auch nichts zu heilen. Wir leben zusammen in einer Welt, in der die Universalität der Moderne unerbittlich weiter Wunden schlägt. Alles Traditionelle vernichtet. Es gibt kein Zurück. Wir werden den Weg weiter zu gehen haben. Wie? Darüber müssen wir uns – wie Karl Marx es formuliert, bei Strafe unseres Untergangs – verständigen.

Von und mit

Regie Dirk Cieslak | Dramaturgie/Produktion Annett Hardegen Ausstattung primavera°maas Künstlerische Mitarbeit Luisa GrassVideo Lenny Triefenschal |  Technik Miriam Akkermann

 

Eine VIERTE WELT Produktion. 

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

 

Drinnen und draußen

…. Der Hausherr hatte – aus einer Laune heraus – seinen Gast gewechselt. Politisch gewendet könnte man hier fragen: Muss Gastfreundschaft nicht radikal zu Ende gedacht und auf jede Unterscheidung zwischen Gästen verzichtet werden? Ist eine unbedingte Gastfreundschaft nicht die einzig mögliche Reaktion auf die Hunderttausenden von Krieg und Elend Vertriebenen, von denen Europa umgeben ist? Zynisch erscheinen auf einmal die deutschen Debatten über Flüchtlingskontingente.

TAZ ARTIKEL

Jannis Hagmann | Taz 3.11.14

Navid Kermani ist habilitierter Orientalist aus dem Iran, Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie der Hamburger Akademie der Wissenschaften. Er hielt die Frankfurter, die Göttinger sowie die Mainzer Poetikvorlesungen und war Gastprofessor in Frankfurt sowie am Dartmouth College in den Vereinigten Staaten. Für sein akademisches und literarisches Werk erhielt Navid Kermani zahlreiche Auszeichnungen, u.a. die Buber-Rosenzweig-Medaille, den  Hannah-Arendt-Preis und den Kleist-Preis.

Dokumentation | Sechs Performances | Nov. 2014 bis Juni 2015

 Zu jeder Performence in der Reihe Ausnahmezustand wurde ein Videokurzfilm produziert.

 

Jun. 2015 | #6

Das Leben, als das was es ist
[ Lampedusa ]

Mit und von Judith van der Werff, Dirk Cieslak und Gästen

Text | Navid Kermani und Maxi Obexer [ Das Geisterschiff ]

Video | 16 min Feature #6

“Das Leben, als was es ist” hat Kermani seine Lampedusa Reportage betitelt, die wir als Ausgangspunkt für unsere letzte, die Reihe abschließende Performance nehmen. Lampedusa ist das markanteste Symbol für die Flüchtlingskatastrophe, die sich an den EU Aussengrenzen abspielt: Wer hier ankommt, der ist dem Tod entronnen. In den erschöpften Flüchtlingen, die Lampedusa erreichen, wird Kermani dem nackten Leben wie bei einer Geburt oder beim Sterben ansichtig, das Leben, als das, was es ist: ein Geschenk. In diesem Sinn stellt sich mit dem Namen Lampedusa die Frage nach unserer Ethik und Humanität ganz unverstellt: existenziell. 

März. 2015 | #5

Wo ist Fadi [ Palestina ]

Mit Anders Carlsson und Judith van der Werff – In Kollaboration mit INSTITUTET

Video | 25 min Feature #5

März. 2015 | #4

Am Eingang zur Hölle  [Syrien]

Mit und von Matthias Breitenbach [Gastgeber], Ayham Majid Agha [Gast],

Judith van der Werff [Lesung] | Video Lenny Triefenschal

Video | 14 min Feature #4

Jan. 2015 | #3

Radio Omid  [Tehran]

Mit und von Matthias Breitenbach [Gastgeber], Omid Montazeri, Schokofeh Zimak [Gäste],

Judith van der Werff [Lesung] | Video Lenny Triefenschal

Video | 15 min Feature #3

Dez. 2014 | #2

Embedded  [Afghanistan]  

Mit und von Matthias Breitenbach [Gastgeber], Tereschkowa Obaid [Gast] und Judith van der Werff [Lesung] | Video Lenny Triefenschal | Videoanimation Daniel Freymüller

Video11 min Feature #2

Nov. 2014 | #1 

Ich habe Angst vor meinem Glück  
[Pakistan]

Mit und von Anders Carlsson [Gastgeber] | Omar Kasmani [Gast] und Judith van der Werff [Lesung] Video Lenny Triefenschal – In Kollaboration mit INSTITUTET

Video14 min Feature #1

Darake

Veranstaltung_online | Zoom Meeting | Vierte Welt

 
Darake

Thursday 17.12.2020 | 20:00 – 23:00

Mit Afsun Moshiry

Meeting ID: 849 3054 8936

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Water consumption is an important issue in Iran. The Darake river originates in the Alborz mountain range and runs through Tehran to the southern outskirts of the city. Due to the high seasonality of rain in Tehran, in some seasons the river is almost completely dried out and in other seasons it flows down the mountains and into the city with full strength.

In the December session of Public Research the film curator, producer, and director Afsun Moshiry will present raw materials and sketches of a video installation she currently has been working on. Her guiding question in this context is: How to capture the river in an artistic dimension and to further explore its philosophical meanings? Her images show water flowing down from North to South, collections of plastic garbage assembling on its surface, and various relationalities between geographical and geopolitical sites alike. They tell the story of human and more-than-human interactions from the very perspective of the water. 

In her presentation Afsun Moshiry will invite us to join her on a journey through Tehran via its waterways – sparking ideas and thoughts about the city and its inhabitants. Together with our guest we will discuss about possible translations of her source material into different media and the spatial arrangement of her planned video installation in general. The session is addressed to both artists and scholars: Let’s think together about different directions Darake might take in its finalized form and what kind of layers it already consists of.

Afsun Moshiry is based between Berlin and Tehran.

http://www.roadriverfilms.com

Devised by: Dirk CieslakGerko EgertStefan Hölscher, and Netta Weiser.

Public Research is part of the program gesellschaften in the new and beautiful House of Commons, designed by Olf Kreisel at Vierte Welt.

With support of Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Berlin.

Technologien 1 – 3

Veranstaltungsreihe | Interactive Experience 

 
Technologien #3_online
2020 FIRE SALE

Wednesday 09.12.2020 | 17:00 – 22:00

 
Technologien #2_online
Data Kiosk _ open from 11 to 23 o’clock

Wednesday, November 11, 2020, 11 pm to 11 am

 
Technologien #1_online
2020: The Year You Broke The Internet

Mi. 14.10.2020 | 19:00 Eintritt frei | Free Admission

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Technologien ist eine Veranstaltunsreihe zum Reichtum der technischen Möglichkeiten und der Armut ihres Gebrauchs, zur Zeit vor, hinter und unter den Computern, zu den Gestalten, sie sie bevölkern, und zu den Räumen um sie herum, zzgl. einiger Vorschläge, doch nochmal was ganz anderes mit dem Internet zu machen. Von und mit Jan Gerber, Rosemary GrennanSebastian Lütgert und Gästen.

https://copyshot.cc/to + https://pan.do/tech.no + https://798.ma/858.ma/918.ma

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Technologies is a series of IRL/3D-world offline events on the wealth of technical possibilities and the poverty of their use, on the time in front of, behind and under the computers, on the figures that populate them and the spaces that surround them, incl. a few proposals to still do something entirely different with the internet. Hosted by Jan Gerber, Rosemary Grennan and Sebasian Lütgert, sometimes with guests. (In English and German, plus a bit of Python.)

https://copyshot.cc/to + https://pan.do/tech.no + https://798.ma/858.ma/918.ma

Technologien #3

Veranstaltungsreihe | Zoom Meeting | Chatb 

 
2020 FIRE SALE _online

Wednesday 09.12.2020 | 17:00 – 22:00

Zoom Meeting ID: 849 5283 8431

Special Guest : Maysara Abdulhaq

 

“How to delete your startup, from scratch”

** 7 pm – 8 pm, on chatb.org and zoom

 

One visitor or household per hour

5pm or 6pm or 8pm or 9pm

R.S.V.I.P. –> tech.no@pan.do

_EN

 

A FLEA MARKET FOR THINGS NOT WORTH KEEPING

AN AUCTION OF IDEAS AND MOODS TO GET RID OF

WE HELP YOU DEINSTALL ALL APPS YOU DON’T NEED

 

drop in, drop it off and shop around

leftovers from copy kiosk are still available

maybe we can give you technical advice

 

GET RID OF YOURSELF

EVERYTHING MUST GO

NOTHING IS SAFE

 

L’Anti-Œdipe (L’Oréal)

Veranstaltung_online | Zoom Meeting | Vierte Welt

 
L’Anti-Œdipe L’Oréal

Wednesday 09.12.2020 | 17:00 – 22:00

appendix | wunschmaschinen

Meeting ID: 691 314 7323

 

“If you are trapped in the dream of the other, you are fucked.” — Deleuze

 “A book isn’t produced in order to be understood, but is rather a machine for producing desires … It’s not as a book that it could respond to desire, but only in relation to what surrounds it. A book is not worth much on its own. … So, it’s only because a book participates in a larger re-shuffling, a resonance between research and desire. A book can respond to desire only in a political way, outsidethe book.” — Deleuze & Guattari

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Heute morgen hatte ich einen Traum. Jemand, den Ich flüchtig kenne, und von dem ich immer das Gefühlt hatte, dass er zu anderen ein leicht ödipales Verhältnis aufbaut, so als ob das sein normaler Umgangsmodus wäre, diese Person also, dieser Künstler sprach im Traum in einem Raum, der mir sehr vertraut ist, zu ein Gruppe von Freunden und ich war Teil der Adressierten. In der Vergangenheit bildete ich mir immer ein, dass er auch ein ödipales Verhältnis zu mir hat. Aber an diesem frühen Morgen sagte er zu allen, mit einer sehr sanften Stimme und in seinem lustigen aber leicht nervigen Akzent in Englisch: „man kann doch Trump nicht auf die Theorie von D&G reduzieren!“. Er sprach in den Raum zu Allen, aber schaute mich dabei böse und durchdringend an. Ich wachte mit einem unbeschreiblichen Gefühl der Schwächung auf. In diesem Zustand gab ich dem Traum einen Namen: L’Anti-Œdipe L’Oréal

Die Benennung machte ihn schlagartig zu einem kollektiven Traum. Die narzisstische Honigfalle hatte ja schon lange zuschnappt, von der ersten Sekunde eigentlich und sowohl die Verliebten als auch die Angewiderten waren verführt und gebannt. Ausgestattet mit der unerschöpflichen Energiequelle „Aufmerksamkeit“ wuchs der Tacky Tyrann in den Himmel des kollektiven Unbewussten. Und jetzt, wo die Ratten das sinkende Schiff noch gar nicht verlassen haben und doch die Pest das Land schon längst verwüstet, genau jetzt muss man sich aus der Wirklichkeit des Imaginären wieder zurückziehen, um nicht selber Irre zu werden, im Honigland wo Kapitalismus & Schizophrenie fließen. Wir müssen uns wieder den Träumen der Texte zuwenden, genug von dieser beknackten Wirklichkeit. Wir hören ja schon Stimmen! Es geht wieder um Konzepte und nicht mehr um den Laberstrom des Schizo in Chief sondern um die abstrakte Maschine, die ihn hervorgebracht hat. Der doppelte Ödipus T + D&G = Wer träumt hier wen? Wir müssen uns losreißen, neu orientieren auf diese Suche begeben und werden daher diesmal von Tausend Plateaus zum Anti-Ödipus springen, von den Kriegsmaschinen zurück zu den Wunschmaschinen und lesen in Vorbereitung und zusammen online den Appendix: Programmatische Bilanz für Wunschmaschinen.

 

link to PDF Anti-Ödipus and extra Appendix

https://www.dropbox.com/sh/8im5dct6r1l3rqd/AABGlLt2ErPKVy_XDB-fk7hta?dl=0

 

 

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This morning I had a dream. Someone whom I know fleetingly and of whom I always had the feeling that he was building up a slightly Oedipal relationship with others, as if that were his normal way of dealing with others, so this person, this artist, spoke in this dream, in a room I’m very familiar with to a group of friends and I was part of the addressee. In the past I always imagined that he also had an Oedipal relationship with me. But this early morning he said to everyone, in a very soft voice and in his funny but slightly annoying accent: “You can’t reduce Trump to the theory of D&G!” He spoke to everyone in the room, but gave me an angry and penetrating look. I woke up feeling incredibly weak. In this state I gave the dream a name: L’Anti-Œdipe L’Oréal. 

The name suddenly made it a collective dream. The narcissistic honey trap had snapped shut for a long time, from the first second actually and both the lovers and the disgusted were seduced and banned. Equipped with the inexhaustible source of energy “attention”, the Tacky Tyrant grew into the heaven of the collective unconscious. And now, when the rats have not even left the sinking ship and yet the plague has long since devastated the country, right now you have to withdraw from the reality of the imaginary in order not to become mad yourself, in honey land where capitalism & schizophrenia flow. We have to go back to the dreams of the lyrics, enough of this stupid reality. We already hear voices! It’s again about concepts and no longer about the babble-flow of the Schizo in Chief but about the abstract machine that produced him. The double Oedipus: T + D&G = Who is dreaming whom here? We have to tear ourselves away, re-orientate ourselves on this search and therefore this time we will jump from a Thousand Plateaus to the Anti-Oedipus, from the war machines back to the machines of desire and read together online and in the Appendix: Programmatic balance sheet for machines of desire.

 

zoom meeting: 08.12.20 | 0nline 19:45 | Start 20:00

 

Die Veranstaltung ist jederzeit offen für alle Interessierte, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.