Freies Theater – Teil 4

Premiere | Veranstaltungsreihe | Teil 4

 
‘feels like haven‘ * irgendwas mit liebe

Ein Mann und eine Frau. Sie spielen Karten. Sie machen eine Geschichte aus sich. Wo ist der Bruchpunkt. An welcher Stelle, beginnt das Ich sich selbst zusammenzukleben? Es geht um die Wahrheit.

 Annett Hardegen 

 

Fr. 26.10 und Sa. 27.10 | 20:00 | Bar/Kasse 19:30 | Karten 3/7/11 €

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Ein Mann und eine Frau, beide zwischen 40 und etwas, sitzen in einem Schaufenster. Sie rauchen, trinken, hören Musik und erinnern sich: Wie hat das alles angefangen? Erster Kuss? Erste Zigaretten? Lieblingssong? Sie spielen ein Spiel: die besten Hits der Popmusik aus den 80ern, es gewinnt, wer nicht nur den Song kennt, sondern ihn singen kann. 

Das Gefühl 41 Jahre alt geworden zu sein. Die 40 überlebt zu haben, sagt er und sie singt: all we ever wanted was everything. Hm, sagt er. Und dann vermischt sich der Zigarettenrauch im Bild mit einem diffusen Nebel. die Bilder verschwimmen, wer spricht da und zu wem!?

‘feels like haven’ ist ein Spiel der Dopplungen, Verwandlungen, Unterhandlungen und der Anbahnung an den Moment, der endlich eine Auflösung vom Ich verspricht. Weg von mir, sagt sie, ich habe mich nie für mich interessiert. Um so mehr für alles Andere, sagt er und dem Versprechen, dass das Theater für beide war. Und sie singt: dont you wanna dance with me, boy?

von und mit:

Annett Hardegen, Marcus Reinhard, Malte Scholz und primavera*maas, Federico Neri, Martina Neu

Freiheit 5 folgt im Spätherbst!

5. Teil: Sa. 10.11. | 20 Uhr | So. 11.11.2018

Say bye & dream on

Nadine Vollmer & Rima Najdi

3. Teil: Sa 23.06.2018 + So 24.06.2018

„/me followed by an action“

Von Cornelius Puschke, mit Beiträgen von: !Mediengruppe Bitnik, Chris Kondek & Christiane Kühl, Ligna, Philip Widmann, N.N., N.N.

2. Teil: Vorstellung: 19. Mai 2018 | Kritikgespräch: 20.Mai 2018

Erstes Showing

Von und mit: Manuel Gerst, Sebastian König, Matthias Meppelink, Boris Nikitin.

1. Teil:  3.-5. Mai 2018, 20 Uhr

Das Versprechen / The Promise

Mit und von Dirk Cieslak, Ben Päffgen und Noa Carvajal.

 

Alle Credits fuer Freies Theater #1 – #5

Mit: Noa Carvajal | Dirk Cieslak | Julia Büki | Manuel Gerst | Annett Hardegen | Sebastian König | Chris Kondek & Christiane Kühl | Prof. Jan Lazardzig | Ligna | Mediengruppe Bitnik | Matthias Meppelink | Martina Neu | Federico Neri |  Boris Nikitin | primavera*maas | Ben Päffgen | Cornelius Puschke | Malte Scholz | Marcus Reinhardt | Nadine Vollmer | Philip Widmann | Christoph Wirth und andere

Eine Produktion von Dirk Cieslak | Annett Hardegen | Matthias Meppelink | Cornelius Puschke

Nadine Vollmer mit Vierte Welt, gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa und den Fonds Darstellende Künste.

Support your local Dyke*

Veranstaltung 

 

Support your local Dyke*

Was können wir für mehr lesbische Sichtbarkeit in Berlin tun? 

Berlin ist eine der größten queeren Communities in Europa. Warum sind Lesben hier so wenig präsent?

 Sebastian Walter, MdA und Anja Kofbinger, MdA queerpolitische Sprecher*innen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin 

Di. 24.07.2018

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Lesbische Berlinerinnen* sind selbstverständlicher Teil der Regenbogenhauptstadt – und doch viel zu häufig nicht sichtbar. Sprachlich sollen sie mit „queer“ mitgemeint sein und tatsächlich sind sie

oftmals nicht vorhanden. Ein Blick in die Community zeigt beispielsweise, dass es keine Bar für lesbische Frauen* mehr gibt. Und was die Geschichte angeht, wird noch immer über das Gedenken an die Verfolgung von Lesben* kontrovers diskutiert.

Die rotrotgrüne Koalition ist angetreten, das zu ändern. Sie will lesbische Sichtbarkeit in der Regenbogenhauptstadt Berlin erhöhen. Erstmals hat das Land Berlin einen Preis für lesbische Sichtbarkeit vergeben. Das ist ein wichtiger Anfang. Wir wollen aber noch mehr! Wir wollen wissen, warum lesbische Frauen* und lesbisches Leben weniger sichtbar sind. Welche Allianzen braucht es, um das zu ändern? Welche Bedürfnisse und Wünsche bestehen überhaupt in der lesbischen Community? Und was kann Politik konkret tun?

Wir laden Sie und Euch sehr herzlich zur Podiumsdiskussion “Support your Local Dyke* – was können wir für mehr lesbische Sichtbarkeit in Berlin tun?” am Dienstag, den 24. Juli, um 17:30 Uhr ein.

Wir freuen uns darüber, dass wir Peggy Piesche (Gunda-Werner-Instititut), Birgit Bosold (Schwules Museum), Mary Amabla (Kulturwissenschaftlerin, Bloggerin (angefragt)) und Stephanie Kuhnen (Autorin) als Diskutantinnen gewinnen konnten.

Zur besseren Planung können Sie sich/könnt ihr euch über buero4.walter@gruene-fraktion-berlin.de anmelden. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion mit Euch!

SUICIDE-HOTEL NIRWANA

Premiere

 
Suicide-Hotel Nirwana

Ren Saibara

Mi./Do. 04./05 + Sa./So./Mo. 07. – 09. Juli

 

Der Freitod, der im christlich geprägten Europa als Sünde gilt oder als Folge seelischer Erkrankung, ist in Japan eine ehrwürdige Geste, mit der das Ich sein Recht auf Entscheidungsfreiheit wahrnimmt.

 

Die philosophisch unterwanderte Science-Fiction Komödie der japanischen Regisseurin Ren Saibara greift diesen kulturellen Unterschied auf. Das Konzept des Suicide-Hotel Nirwana macht sich Foucaults Idee zu eigen und schafft einen Raum für den Freitod: Ein Start-Up sieht die Zeichen der Zeit und macht sich fernab der leistungsorientierten Gegenwart zur Aufgabe, den europäischen Markt für eine ehrwürdige Selbstbestimmung über das eigene Leben zu erschließen. Das neue Firmenkonzept will den zahlreich erwarteten Kunden das nötige Knowhow vermitteln und ihnen die Begegnung mit Gleichgesinnten ermöglichen. Ziel des Start-Up-Unternehmens ist, die positive Einstellung der Japaner zum Suizid in Europa salonfähig zu machen.  

 

Inspiriert und angereichert mit Fakten aus dem japanischen Bestseller „The Complete Manual of Suicide“ von Wataru Tsurumi hinterfragt das japanisch-deutsche Ensemble in „Suicide Hotel Nirwana“ ganz pragmatisch den Freitod als ästhetische und verantwortungsvolle Praxis des Lebens.

 

Die Regisseurin Ren Saibara widmet sich in ihren Arbeiten gesellschaftspolitischen Themen, die besondere Brisanz bekommen durch die Aufladung interkulturell unterschiedlicher Perspektiven zwischen Japan und Deutschland. In ihrer Performance „Der japanische Volksfeind“ hinterfragte sie z.B. anhand Ibsens „Volksfeind“ kontrastiv allgegenwärtige, globale Mechanismen der Meinungsbildung in der Demokratie durch die Berichterstattung rund um Fukushima. 2001 wurde Saibara von der Japan Performing Arts Foundation in der Kategorie „beste Regie“ nominiert.

 

Dauer: 90 min | Sprache: Deutsch/English  

 

Regie: Ren Saibara | Performance: Yuko Matsuyama | Ikko Masuda | Jasper Tibbe

Ausstattung: Valentina Primavera | Johannes Maas | Video: Lea Nagano | Sound: Julia Krause

Dramaturgie: Martina Neu | Produktionsleitung: Annett Hardegen

 

Eine Produktion von Ren Saibara, gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa/ Interkulturelle Projekte und den Fonds Darstellende Künste.