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Di. 08.06.21 | 20:00

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Deleuze and Guattari haben dem Staat die Kriegsmaschine als geschichtliche Macht beigestellt und den Staatsapparat in Abhängigkeit vom universellen Markt gedacht. Diese theoretischen Verflechtungen haben die Eigenschaft, gesellschaftliche Veränderungen nicht entlang von Widersprüchen zu denken, sondern von ihren Dysfunktionalitäten: “Darin offenbart sich die Identität von Gesellschafts- und Wunschmaschine: nicht Abnutzung macht ihre Grenze aus, sondern die Fehlzündung, sie funktioniert, wenn sie knirscht, wenn sie kaputtgeht, in kleinen Explosionen birst – die Dysfunktionen sind Teil ihres Funktionierens. […] Und je mehr alles aus dem Leim geht, desto besser läuft es – auf amerikanische Art und Weise.” (Anti-Ödipus). Bei der letzten Sitzung haben wir das Plateau über den Vereinnahmungsapparat anhand der kriegerischen Asymmetrie im Nahostkonflikt angewendet. Diesmal wollen wir uns damit beschäftigen wie der Staatsapparat mit den gesellschaftlichen Dysfunktionalitäten umgeht, die ihr Funktionen ausmachen. In der Tat scheint ja gerade vieles aus dem Leim zu gehen. Wir werden also weiter im Plateau 13 wildern!

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