gesellschaften

 
Unabtrennbare Macht

Di. 02.06.2020 | 20:00 | 19:45 online

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Der Staat changiert in Tausend Plateaus zwischen einer gesellschaftlichen Realität und einem immer von Formen des Außen (Metamorphosen der Kriegsmaschine) bedrohten Prinzips der Vereinnahmung / Vereinheitlichung / Verinnerlichung. Dieses Prinzip der Souveränität ist schon in sich gedoppelt: mythologisch als der Herrscher-Zauberer (der Einäugige) und der Juristen-König (der Einhändige). Ein kurzer Dumézil-Exkurs wird diese, in Tausend Plateaus nur angedeutete, Zusammenhänge klären.

 

Wir werden unsere Lektüre auf Seite 601 fortsetzen und auf den Begriff der Schwelle stoßen (Stadt-Schwelle, Staats-Schwelle). Clastres beschreibt, wie schwer es für klassische Historiker zu verstehen war/ist, dass jemand ein Häuptling ist und dennoch keine Macht hat. Der Häuptling hat ein gewisses Prestige, die Macht jedoch “ist von der Gesellschaft nicht getrennt”, d.h. es gibt keine Teilung in Herrscher und Beherrschte. Es gibt aber eine drohende Schwelle der Macht, deren Überschreiten verhindert, aber dadurch auch antizipiert wird.

 

Wir nähern uns allmählich dem Kapitalismus und den Funktionen des Vereinnahmungsapparates.

 

Es geht weiter auf der großen Irrfahrt durch die 1000 Plateaus von Deleuze und Guattari und ihr seit alle eingeladen jederzeit an Bord zu kommen! In diesem Sinn, interessierte Quereinsteiger, Autodidakten und Spezialisten vereinigt Euch.

 

Entwickelt und gehegt von: Nicolas Siepen und Dirk Cieslak.

Speaker of the house: Marcus Reinhardt

 

Mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Berlin.