Veranstaltung_online | Vierte Welt

 
Mi. 08.04.20 | 20:00 online 19:45
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„Der Raum erstarrt zu einem Netz von undurchlässigen Zellen. Jeder ist an seinen Platz gebunden. Wer sich rührt, riskiert sein Leben: Ansteckung oder Bestrafung.“

(Michel Foucault, Überwachen und Strafen)

Der global agierende Virus hat zunächst zu einem Auftrumpfen des nationalstaatlichen Regierens geführt. Bäumt der Staat sich gerade zum letzten Mal auf bevor die Algorithmen und Netzwerke die Kontrolle übernehmen? Wird nun das Verhältnis von global integrierendem Kapital und souveränem Staat neu bestimmt?

Und noch ein Untoter erlebt seine Wiedergeburt: die Gesellschaft. Zurückgeworfen auf unsere Zellen, werden wieder genuin gesellschaftliche Fragen aufgeworfen, die vom neoliberalen Vereinnahmungs-Apparat (Margaret Thatchers “There is no such thing as society” und “There is no alternative!”) bereits totgesagt waren: Wie wollen wir leben? Was ist wirklich systemrelevant? Hat die Wirtschaft immer das letzte Wort?

“Es geht darum, Leben zu retten” ist die angeblich nicht zu hinterfragende, letzte Staatsraison. Der Staat als Krankenhaus. Um wessen Leben geht es da? Und was für ein Leben ist das? Fragen, die die zur Zeit regierende Medizin nicht beantworten kann.

Ist ein Leben regierbar?

 
„Der Raum erstarrt zu einem Netz von undurchlässigen Zellen. Jeder ist an seinen Platz gebunden. Wer sich rührt, riskiert sein Leben: Ansteckung oder Bestrafung.“

 

(Michel Foucault, Überwachen und Strafen)

Der global agierende Virus hat zunächst zu einem Auftrumpfen des nationalstaatlichen Regierens geführt. Bäumt der Staat sich gerade zum letzten Mal auf bevor die Algorithmen und Netzwerke die Kontrolle übernehmen? Wird nun das Verhältnis von global integrierendem Kapital und souveränem Staat neu bestimmt?

Und noch ein Untoter erlebt seine Wiedergeburt: die Gesellschaft. Zurückgeworfen auf unsere Zellen, werden wieder genuin gesellschaftliche Fragen aufgeworfen, die vom neoliberalen Vereinnahmungs-Apparat (Margaret Thatchers “There is no such thing as society” und “There is no alternative!”) bereits totgesagt waren: Wie wollen wir leben? Was ist wirklich systemrelevant? Hat die Wirtschaft immer das letzte Wort?

“Es geht darum, Leben zu retten” ist die angeblich nicht zu hinterfragende, letzte Staatsraison. Der Staat als Krankenhaus. Um wessen Leben geht es da? Und was für ein Leben ist das? Fragen, die die zur Zeit regierende Medizin nicht beantworten kann.

Ist ein Leben regierbar?