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Theater der Ersetzbarkeit

Felix Falczyk & Johanna Herschel (Deepfake Situations) 

   

4 Zeitfenster – Jede Aufführung dauert 90 Minuten und hat fünf Plätze.

 

Fr. 20.11.26  |  15:00  Uhr   |  17:00  Uhr   |   19:00  Uhr   |   21:00  Uhr  |
 
Eintritt   10 / 15   Euro

 

Reservierungen sind bis 12 Uhr am Veranstaltungstag möglich. Danach können keine Reservierungen mehr angenommen werden. Restkarten eventuell an der Abendkasse.

 

Reservations can be made until 12 o’clock on the day of the event. After that, no further reservations can be accepted. Remaining tickets may be available at the box office.

 

Die Angst, ersetzbar zu sein, treibt den modernen Menschen seit jeher um. Mit der Möglichkeit der eigenen Ersetzbarkeit konfrontiert zu werden, erschüttert unser Selbstverständnis als Individuum fundamental. Die gegenwärtigen Entwicklungen von KI und Automatisierung erneuern diese tiefsitzende Angst in einer nie dagewesenen Qualität. Ihre unabsehbaren Folgen werden zur existenziellen Bedrohung. 

 

Das Theater lehrt uns seit Jahrtausenden: Jede*r ist ersetzbar. Jede*r kann jede Rolle spielen. Jede Rolle kann neu besetzt werden. Das Theater der Ersetzbarkeit aktualisiert dieses uralte Prinzip mit den zeitgenössischen Techniken der Nachahmung: Mithilfe von KI wird die Stimme jedes Zuschauers und jeder Zuschauerin geklont. Ein Sprachsynthese-Programm lernt in wenigen Minuten den Klang der Stimmen nahezu perfekt zu imitieren. In der Aufführung begegnen die Zuschauer*innen ihren eigenen automatisierten Stimmen und beobachten deren Handlungen und Dialoge. 

 

Das Theater der Ersetzbarkeit ermöglicht den Zuschauer*innen, sich mit ihrer eigenen Ersetzbarkeit zu konfrontieren. Es lässt sie nie dagewesene Perspektiven zu sich selbst und anderen einnehmen. Die eigene Ersetzbarkeit zu erfahren, wird zur Befreiung aus den Grenzen des eigenen Ichs. Sich ersetzbar zu machen, wird zur Voraussetzung für neue Formen der Beziehungen zwischen uns Menschen. Das Theater der Ersetzbarkeit wird zum Lehrstück für das 21. Jahrhundert.

 

Jede Aufführung dauert 90 Minuten und hat fünf Plätze.

 

Triggerwarnung: Thematisierung von Freiheitsentzug und Tod, stellenweise laute Musik

 

Konzept, Text & Regie: Felix Falczyk und Johanna Herschel

Sound & Technik: Leon Goltermann

 

Eine Produktion von Felix Falczyk und Johanna Herschel in Kooperation mit dem Literaturforum im Brecht-Haus und Vierte Welt. Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin. Mit freundlicher Unterstützung durch das Residenzprogramm des schloss bröllin e.V.

Die Verwendung von Auszügen aus DAS BADENER LEHRSTÜCK VOM EINVERSTÄNDNIS von Bertolt Brecht erfolgte mit freundlicher Genehmigung der Suhrkamp GmbH, Berlin.

 

Foto/Grafik: Falczyk/Herschel

 

Datum

Fr., 20.11.26

Preis

Eintritt 10 / 15 Euro

Labels

Performance,
Premiere