Offene Gesprächsrunde über transgenerationale Gefühlserbschaften

Do. 12.05.22 | 20:00 – 22:45

Angela Moré

Mehrere Generationen sind geprägt von den Geschehnissen während der NS-Zeit. Ereignisse, die mehr als 70 Jahre zurückliegen, beeinflussen noch heute unser Leben. Wie ist es möglich, dass sie bis in die Gegenwart Wirkung entfalten? Und wie wollen wir in Zukunft mit diesem Erbe umgehen?

Diesen und anderen Fragen wollen wir gemeinsam mit der Sozialpsycholog*in Angela Moré nachgehen. Im Anschluß an den Film „Vaterland“ von Thomas Heise wird in dem Gesprächsformat die Möglichkeit bestehen, nach einem kurzen Input von Angela Moré zur transgenerationalen Weitergabe von NS-Verstrickungen und Schuld, diese Zusammenhänge als sozialpsychologisches Phänomen sowie auch in Hinblick auf die eigene Herkunftsfamilie zu erörtern.

Eine offene Diskussionsrunde gibt allen den Raum für Austausch und das Erzählen eigener Erfahrungen.

Angela Moré, Dr. phil. habil., ist außerplanmäßige Professor*in am Institut für Soziologie der Leibniz Universität Hannover für das Lehrgebiet Sozialpsychologie. Sie ist außerdem Gruppenpsychoanalytiker*in und Gruppenlehranalytiker*in (D3G). Ihre Forschungsschwerpunkte sind: psychoanalytische Sozialpsychologie der Geschlechter und Generationen, psychodynamische Prozesse in Individuen und Gruppen. Seit vielen Jahren forscht sie zu Prozessen und Folgen der transgenerationalen Weitergabe von Traumata und Schuldverstrickungen und hat dazu zahlreiche Texte veröffentlicht

 

Trauma – rechte Zukunft / deutsche Geschichte(n) ist ein Projekt des Instituts für Widerstand im Postfordismus und der Vierten Welt, gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa und dem Bezirksamt Friedrichshain- Kreuzberg.

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