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Müde

Theater und Performance

Fr. 29.10.21  | 20:00
 Kallia Kefala 

Eintritt 3 / 5 / 11 Euro

Medienpartn. taz

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”MÜDE” ist eine Einladung, über das Leben und Arbeiten unter dem Druck von Effizienz und Leistung und über das Ideal der Selbstoptimierung nachzudenken. Darüber hinaus geht es darum, all diese Verhaltensweisen zu verlernen. Die Performance versucht, radikale Potenziale in der Müdigkeit zu finden und sucht nach neuen Möglichkeiten, miteinander und mit der Welt in Verbindung zu treten.

Müdigkeit ist ein weit verbreitetes Gefühl, das jede*r mindestens einmal im Leben, gespürt hat. Aber inwiefern können diese sehr individuellen Erfahrungen eine Grundlage dafür bilden, über Zustände des Müdeseins im Allgemeinen nachzudenken? Und sind Müdigkeit, Ermüdung und Erschöpfung ein und dasselbe? Angesichts dieser Komplexität scheint es sinnvoll, die eigene Erfahrung und Position, sowie eine kleine persönliche Narration zum Ausgangspunkt dieser Arbeit zu nehmen.

Kallia Kefala nimmt die Verflechtungen von Müdigkeit, Erholung, Produktivität und Selbstverwirklichung innerhalb unserer antagonistischen kapitalistischen Gesellschaft in den Blick. Dabei greift sie ihre eigenen Erlebnisse als queere, weibliche und in der Kunst arbeitende Migrantin auf und versucht einen physischen Raum zu schaffen, in dem diese Erlebnisse neu verhandelt werden, neue Formen und Gestalten annehmen und vor dem Publikum und mit dem Publikum zusammen verarbeitet werden können.

Es entsteht ein intimer öffentlicher Raum, eine weiche Hülle, innerhalb derer Behagen und Unbehagen koexistieren. Die Reibung zwischen Realität und Traum, Schwerkraft und Leichtigkeit, Privileg und Verantwortung produziert eine multisensorische Katastrophe. Hier wird nicht mehr geleistet, was verlangt wird. Es entsteht eine gemütliche Welt, die sich allen Erwartungen verweigert.

Konzept/Regie/Performance: Kallia Kefala, Dramaturgie/Bewegungsdramaturgie: Nefeli Gioti, Videodesign: Gloria Gammer, Sounddesign: Kim Bode, Lichtdesign: Claudia Rutz, Bühne-und Kostümbild: Kallia Kefala, Elisa Nelvand, Produktion: Annett Hardegen, Technische Leitung: Aiko Okamoto, Foto: Kim Bode

Dt. und engl. Sprache

Gefördert durch die Einstiegsförderung des Berliner Senats Abteilung Kultur und Europa und  durch das Take Action Programm des Fonds Darstellende Künste.

Medienpartnerschaft taz

 

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”MÜDE” is an invitation to contemplate on living and working under the pressure of efficiency and achievement and on the ideal of self optimization. Moreover, it is about unlearning those. The performance pursues to find  radical potentials in fatigue and explores new possible ways to connect with each other and with the world.

Being tired is a common feeling and everybody has, at least once, felt this way in their lives. Do these experiences, however, create a common ground considering weariness? And are weariness, fatigue, tiredness, exhaustion one and the same thing? Considering all these complexities it only seems sensible to start from the personal experience, from one’s one position, from a narration of small scale.

Kallia Kefala takes a closer look at the intertwinings between fatigue, rest and the ideas of productivity and self accomplishment in the context of our antagonistic capitalist society. In doing so she retrieves her own experiences as a queer, female and migrant art worker and tries to create a physical space in which they can be renegotiated, take new forms and shapes and be processed in public and with the public.

An intimate public space will emerge, a soft shell inside which comfort and discomfort coexist. The friction between reality and dream, gravity and lightness, privilege and responsibility creates a multisensorial disaster that resists to perform what it is being asked to. A cozy world where all expectations can be denied.

Concept/Direction/Performance: Kallia Kefala, Dramaturgy and Movement Dramaturgy: Nefeli Gioti, Video Design: Gloria Gammer, Sound Design: Kim Bode, Light Design: Claudia Rutz, Stage & Costume Design: Kallia Kefala, Elisa Nelvand, Production: Annett Hardegen, Technical Supervision: Aiko Okamoto, Foto: Kim Bode

Funded by the Einstiegsförderung of the Berlin Senate Department of Culture and Europe and by the Fonds Darstellende Künste- Take action Program.

Media partner the taz

Datum

Fr, 29.10.21

Uhrzeit

20:00

Labels

Performance