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Branchentreff

Sa. 30.10.21 14:00 

Eintritt frei

9. Branchentreff der Freien Darstellenden Künste

Ausnahmsweise!? Regeln einer Freien Szene

Dissolving Our Market Value

Das Format „Dissolving Our Market Value“ lädt dazu ein, Solidarität und Differenzen in ökonomischen Fragen in Form der Community Care Praxis zu denken. Die Auseinandersetzung mit Qualitätsbegriffen wird eine besondere Rolle spielen, gemeinsam wird an der Auflösung verinnerlichter marktförmiger Strukturen gearbeitet, um solidarische Kunstpraxen zu stärken.

Melmun Bajarchuu (Critical Companion), Annett Hardegen (Dramaturgin/Produzentin/Co-Leitung), Julia*n Meding (Performancekünstlerin).

 

Green Open Food Evolution – Hybridisationprozesse in humaner und nicht-humaner Ingestion oder wie Bakterien Sex haben – mit Maya Minder

 

Workshopsprache: englische und deutsche Lautsprache mit Flüsterübersetzung dazwischn bei Bedarf.

Probiotika zur Verbesserung des Immunsystems, Veganer*innen leben gesünder und länger, Algen werden als neues Superfood gekürt. Laut einem wissenschaftlichen Artikel passte sich das japanische Mikrobiom über Jahrhunderte zur verbesserten Verdauung von Algen adaptiv an seine Umwelt an. In der japanischen Esskultur äussert sich die evolutionäre Epigenetik des menschlichen Mikrobioms. Die Verbesserung unseres Verdauungsapparates wird ebenso mit dem neuesten Trend zum roh-fermentiertem Kombucha hervorgehoben. Der Mensch und seine mikrobielle Verworrenheit mit seiner Umwelt schreit nach Veränderung von Gewohnheiten, ein mögliches Leben nach dem Ruin des Kapitalismus? Kann Veganismus tatsächlich dazu führen, dass wir pflanzlich werden? Als Foodart Künstlerin versucht Maya Minder in einem hands-on Workshops der Frage nachzugehen, wie Normen, Kontingente und Disziplinierung des Essens und darüber hinaus mittels Un-learning Prozessen aufgelöst werden können. Ein Workshop zum Thema Hybridisationsprozesse zwischen der Kulinarik, Biohacking und Evolutionstheorie. 

Die in Zürich lebende Künstlerin Maya Minder nutzt kochen zur prozesshaften Verhandlung symbiotischer Koexistenz menschlicher und nichtmenschlicher Lebewesen. Dabei erzeugt sie Verflechtungen zwischen Gebrauchsgegenständen und animistisch gelesenen natürlichen Materialien. Sie realisierte Arbeiten im Rahmen der Ars Electronica, des Piksel Festivals Bergen und in der Kunsthalle Zürich. Sie ist Teil des BadLab Zürich und der International Hackteria Society.

 

Zugangsinformationen: Eine DGS Verdolmetschung steht bei Bedarf zur Verfügung. Nach Voranmeldung unter produktion@viertewelt.de gibt es die Möglichkeit, einen Fahrstuhl zu benutzen. Eine Toilette für Rollstuhlnutzer:innen ist leider nicht vorhanden. Das Gebäude bietet außerdem keine ausreichenden Markierungen für Teilnehmer:innen mit Sehbehinderungen. Wir bitten um Rückmeldung unter  produktion@viertewelt.de, welche weiteren Wünsche und Bedarfe es gibt.

Datum

Sa, 30.10.21