BEIRUT – MEETING THE SAINTS

Theater und Performance

 Claudia Basrawi

So. 30.01.22 | 19:00

Sa. 29.01.22 | 19:00

Fr. 28.01.22 | 19:00

Do. 27.01.22 | 19:00

Trailer :

_DE

Eine persönliche Annäherung an Beirut: einst kosmopolitisch, weltoffen und konfessionell so durchmischt wie kaum eine andere Stadt im Nahen Osten, nun durch kriegerische Auseinandersetzungen in den letzten Jahrzehnten tief beschädigt und dadurch ein Symbol dessen, wie wir aus europäischer Sicht auf diese Region blicken.

Claudia Basrawi lässt uns an ihrer persönlichen Sicht auf Beirut und ihren familiären Hintergrund, einer christlichen syrisch-irakischen Familie, die während des libanesischen Bürgerkriegs das Land verlassen hat, teilhaben. Nach langer Abwesenheit kehrt Basrawi zurück in die Stadt ihrer Kindheit und erlebt sie nun aus einer fremd/vertrauten Perspektive. Das Durchstreifen der bekannten oder fremden urbanen Umgebung, abseits der gewohnten Wege, eröffnet neue Sichtweisen und eine andere Art der Wahrnehmung.

Mit zahlreichen Zeichnungen, die in den letzten Jahren entstanden sind, mit Audiospuren und Fotos aus und über Beirut werden Orte und Themen aus einem subjektiven Blickwinkel betrachtet und dokumentiert. Sich dabei selbst als Referenzpunkt zu verorten ist Teil einer Herangehensweise die sich an der Tradition von Edward Said und seiner Kritik an westlichen Vorstellungen vom “Orient” orientiert. Das Publikum wird durch die vorgetragenen Texte, mittels Tonspuren und dem verschiedenen Bildmaterial auf eine Reise durch die Stadt mitgenommen; Architektur und Menschen verschmelzen und werden zu Mustern der Stadt.

Der Nahe Osten ist mehr als die Heimat des Islam; von je her sind auch Christen sehr stark mit dieser Region verbunden und leben bis heute dort. Beirut – Meeting the Saints zeichnet am Beispiel dieser Stadt ein Bild, das dem westlichen Vorurteil und seiner oft einseitigen Wahrnehmung gegenüber dem Nahen Osten und seinen Menschen eine differenziertere Sichtweise entgegensetzt.

 

Text | Dramaturgie | Realisation | Zeichnungen | Performance Claudia Basrawi

Rauminstallation Cristina Nyffeler

Künstlerische Produktionsleitung | Dramaturgie Anna Bergel  

Visual Art Consulting Rebecca Riedel | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Kerstin Böttcher

 

Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa und dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg.

ibus leo.

Medienpartnerschaft taz

Variability of Distance

Austellung Berlin | Gruppenausstellung

 

Gruppenausstellung von Feben Amara, Ipek Burçak, Ayfer Karabiyik, Li Xinyi, Echo Can Luo, Aiko Okamoto, Tunay Önder, Andara Shastika, Yiğit Yılmaz 

So. 23.01.22 | 14:00 – 18:00 

Mo. 24.01.22 | 14:00 – 18:00 

Di. 25.01.22 | 14:00 – 18:00 

Mi. 26.01.22 | 14:00 – 18:00 

_DE und div Sprachen

Die physische Distanz, die zum primären Protokoll unseres gegenwärtigen sozialen Lebens wird, hat den Verlust von Intimität zur Folge und bringt dadurch auch eine andere Intensität des Zusammenkommens mit sich – grob gesagt, eine andere Form von Bewegung und Organisation. Aber kann Distanz nur ein Hindernis für Intimität und die Authentizität von Erfahrungen darstellen? Haben wir wirklich nur die Möglichkeit, Distanz zu beklagen, weil wir uns nach Berührung sehnen? Wie wirkt sich die Digitalisierung unserer Aktivitäten und unserer Kunst auf Distanz aus und wie berührt uns das Digitale? Wie arbeiten Künstler:innen mit der Bedingung, Distanz als künstlerisches Medium zu denken? Wie lernen wir unter der gegenwärtigen Distanz wieder zu berühren, um weiterhin Empathie zu kultivieren – wenn wir von Berührung als einer Form von bedeutungsvoller Solidarität ausgehen? Für Schwarze, People of Colour und Migrant:innen ist Distanz inhärenter Teil alltäglicher Seins- und Bewegungsformen, untrennbar verbunden mit Intimität und politischen Spannungen: Othering ist ebenso Distanzierung wie Exotisierung ein distanzierter Blick. Selbst Heimweh und Kulturschock sind Explosionen in den Weiten räumlicher Distanz.

Variability of Distance lädt Schwarze, POC* und migrantische Künstler:innen aus und in Kassel ein, sich mit der Erforschung der Breite, den Veränderungen sowie den Verläufen von Distanz und damit verbunden auch der Erforschung von Berührung zu beschäftigen. Denn wenn, wie Bullough überzeugt ist, Distanz in der Kunstproduktion entscheidend ist und kontinuierlich von Künstler*innen verkörpert wird, sehen wir die dringende Notwendigkeit, eine Plattform von und für BPOC*- und migrantischen Künstler:innen zu schaffen, um den Diskurs um Distanz zu untersuchen und sich wieder anzueignen – sei es in Bezug auf das Alltägliche, das Künstlerische, die Pandemie, die politische oder die persönliche Geschichte.

Gefördert im Rahmen des Kulturförderprogramms „Hessen kulturell neu eröffnen”

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Dissolving Our Market Value: Working through Conflict and the Possibility of Inter-community Solidarity?

Workshop | 10 Jahre Vierte Welt | Gespräch

 

Working through Conflict and the Possibility of Inter-community Solidarity? 

Mit Kathy-Ann Tan  

Do. 20.01.22 | 19:00 – 20:30 

Die Veranstaltung findet online statt. 

>> Teilnahme ist nur mit RESERVIERUNG möglich. <<

Zoom-Link wird nach Reservierung per Mail gesendet. Bei Nachfragen gern per Email an: karten@viertewelt.de

Eine Produktion im Rahmen des Festivals 10 Jahre Vierte Welt. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

Max. 15 Teilnehmer:innen 

Workshopsprache: englische Lautsprache mit Übersetzung bei Bedarf.
Wir bitten um Rückmeldung unter  produktion@viertewelt.de, welche weiteren Wünsche und Bedarfe es gibt.

_DE

In diesem partizipativen online Workshop werden wir einige Strategien diskutieren, wie wir mit Konflikten innerhalb unserer eigenen queeren, BIPoC* und anderen marginalisierten Communities in der Berliner Kunstszene umgehen können. Sind gemeinschaftsübergreifende Formen der Solidarität möglich? Wie können wir als Künstler:innen und Kulturschaffende unsere eigenen internen Spaltungen und Konflikte überwinden und gleichzeitig verstehen, dass das übergeordnete Ziel darin bestehen muss, die Arbeit von unterrepräsentierten Künstler:innen zu unterstützen? Wie können wir ableistische Haltungen erkennen und hinterfragen? Wie können wir Formen der Fürsorge, des “Calling In”s (im Gegensatz zu “Calling Out”), der angemessenen und gewaltfreien Kommunikation von Grenzen und des Austausches praktizieren, die weiterhin Raum für eine Vielzahl von abweichenden Stimmen schaffen, während wir auf ein größeres Ziel hinarbeiten, das Cis-Weiße-Hetero-Patriarchat abzubauen?

Kathy-Ann Tan ist eine in Berlin lebende Kurator*in, Autor*in und Wissenschaftler*in für bildende Kunst und Performance, postkoloniale und dekoloniale Theorie, Critical Diversity Studies und Gender/Queer Studies. Sie interessiert sich für alternative Modelle der Kunstverbreitung, des Ausstellungsmachens und des Aufbaus von Institutionen, die auf Fragen der sozialen und transformativen Gerechtigkeit abgestimmt sind. Sie ist die Initiator*in von www.decolonialartarchives.com, ein Online- und Offline-Forum für die Hinterfragung kolonialer Narrative durch Kunst und Performance.

 

_EN

Thursday, 20.01.2021
19.00 – 20.30 Uhr
Working through Conflict and the Possibility of Inter-community Solidarity?  – with Kathy-Ann Tan

max. 15 participants

The workshop will be held in English spoken language, translations on demand. Accessibility information: Please contact us at produktion@viertewelt.de to let us know if you have other wishes or requirements.

In this participatory online workshop, we will discuss some strategies of how to deal with, and work through, conflict within queer, BIPoC* and otherwise marginalised communities in the arts scene(s) in Berlin. Are inter-community forms of solidarity possible? How can we as artists and cultural practitioners work through our own internal divisions, tensions and conflicts while still understanding that the larger goal must be to support the work of underrepresented and minority artists? How can we be aware of, and challenge, abelist attitudes? How can we practice forms of care, calling in (as opposed to calling out), convey our boundaries and engage in non-violent forms of communication that continue to create and hold space for a multiplicity of dissenting voices, while working toward the larger goal of dismantling cis-white-heteropatriarchy?

Kathy-Ann Tan is a Berlin-based curator, writer and scholar of the visual arts and performance, postcolonial and decolonial theory, critical diversity studies and gender/queer studies. She is interested in alternative models of art dissemination, exhibition-making and institution-building that are attuned to issues of social- and transformative justice. She is the initiator of www.decolonialartarchives.com, an online and offline forum for artists and curators to develop ways of challenging colonial narratives.

 

Dissolving Our Market Value – 

ist eine Workshop- und Diskussionsreihe, die anlässlich des 10. Geburtstages der Vierten Welt von Melmun Bajarchuu, Annett Hardegen und Julia*n Meding konzipiert wurde.

Zum 10. Geburtstag der Vierten Welt wollen wir uns in mehreren Blöcken und in

wiederkehrenden Formaten dis_kontinuierlich treffen und Solidarität und Differenzen in ökonomischen Fragen denken. Wie wirken ökonomische Strukturen um uns, in uns, in unserem Handeln, in den Freien Darstellenden Künsten, was für solidarische Strategien haben wir bisher gefunden, was davon lässt sich teilen?

Im Sinne einer Community Care Praxis wird es dabei nicht nur um etwas gehen, sondern auch um uns. Klassische Workshop-, Talk- und Vor_tragsformate werden porös und stecken sich gegenseitig an. Wir wollen uns Zeit nehmen, durch etwas Struktur Halt finden und offen bleiben, gemeinsame Modi des Austausches zu finden. Dabei laden wir critical companions ein und gehen von losen Fixpunkten aus, um Fragen nach gemeinsam verbrachter Zeit anders formulieren zu können.

Melmun Bajarchuu, Annett Hardegen und Julia*n Meding arbeiten zusammen in unterschiedlichen Konstellationen im Rahmen von Theaterprojekten, Workshopentwicklungen, kulturpolitischer Arbeit und als Teil der Initiative für Solidarität. Sie interessieren sich für liebevolle Kritik, Politisierung von Prozesshaftigkeit, Aufdeckung von Ausschlüssen im Kulturbetrieb und queering als Praxis. Dissolving Our Market Value begann im Kontext des 10 Jährigen Bestehens der Vierten Welt.

Falla VR – The Exhibition

Austellung

 Julia B. Laperrière 

Falla VR – The Exhibition | cosy p.m.

Sa. 15.01.22 | 16:00 – 19:45 

Falla VR – The Exhibition | Dyke Apero – Friends welcomed

Fr. 14.01.22 | 18:00 – 21:30 

Falla VR – The Exhibition | Publikumsgespräch mit Siegmar Zacharias

Do. 13.01.22 | 18:00 – 21:30 

Falla VR – The Exhibition | Eröffnung

Mi. 12.01.22 | 18:00 – 22:00 

_DE

Im Herbst 2020 feierte die Choreografin Julia B. Laperrière mit ‘Falla’ Premiere. In ihrem Duett mit der Gitarristin Pia Achternkamp erkundete sie das transformative und empowernde Potential des Strap-on-Dildos für neue Bilder einer weiblichen Sexualität ohne Scham. Ein Jahr später kehrt sie mit ‘Falla VR – The Exhibition’  zurück und lädt das Publikum ein, durch eine Virtual Reality Erfahrung selbst in die Performance einzutauchen. Die begehbare Installation, in der ‘Falla VR’ stattfindet, wurde von der bildenden Künstlerin Simone Kessler entwickelt – eine surreale, immersive Landschaft, die sich akustisch, visuell und körperlich erfahren lässt. ‘Falla VR – The Exhibition’ lädt zum Verweilen ein und bietet gleichermaßen Raum für individuelle Erlebnisse und Begegnungen.

_EN

In the fall of 2020, choreographer Julia B. Laperrière premiered ‘Falla’, a duet with guitarist Pia Achternkamp where they explored the transformative and empowering potential of the strap-on dildo for new images of female sexuality. A year later, she returns with ‘Falla VR – The Exhibition’, inviting the audience to immerse themselves in the performance through a virtual reality experience. The walk-through installation – a surreal, immersive and bodily landscape that can be experienced visually, acoustically and physically – was designed in collaboration with visual artist Simone Kessler. Exploring how VR can offer a safe experience of otherness, and how technology and intimacy intertwine,  ‘Falla VR – The Exhibition’ invites visitors to linger and equally offers space for individual experiences and encounters.

Julia B. Laperrière lebt und arbeitet als Choreografin, Tänzerin und Performerin in Berlin und Montreal. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit Weiblichkeit, Gender-Stereotypen und -Identitäten. Julia  B. Laperrière sucht nach einer Form des Tanzes, die das Publikum gleichzeitig konfrontiert, befragt und berührt.  

 

 

KONZEPT/CHOREOGRAFIE/PERFORMANCE  Julia B. Laperrière

MUSIK/PERFORMANCE  Pia Achternkamp

INSTALLATION  Simone Kessler

ASSISTENZ INSTALLATION  Ines Könitz, Meller Ehlert

FILM  Jascha Viehstädt

DRAMATURGIE  Siegmar Zacharias

PRODUKTIONSLEITUNG  Florentine Emigholz, Micaela Kühn

LICHT/TECHNIK  Marek Lamprecht, Josephine Mielke

 

Koproduktion: Schwankhalle / unterstützt durch eine Teilresidenz in der Tanzfabrik Berlin e.V.. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ – STEPPING OUT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz.

c fotos: simone kessler + claudia hoppens

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