appendix | wunschmaschinen | PART 2 L’Anti-ŒdipeL’Oréal

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Anti-Produktion | wunschmaschinen | # 2

L’Anti-ŒdipeL’Oréal 

Di. 23.03.21 | 20:00

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Die Netzwerke der Sozialen Medien sind zu politischen Akteuren von ungeheuren Ausmaßen gewachsen. Was sonst sollten sie sein als Wunschmaschinen im Sinne des Anti-Ödipus von Deleuze & Guattari?! Um die Mutationen der Kriegsmaschinen der Gegenwart zu verstehen, muss man zunächst die Natur dieser Wunschmaschinen verstehen lernen. Wie verschalten sich die Wünsche oder das Begehren und die digitalen und die sprachlichen Codes zu einem Mehrwert an politischem Chaos in maschinellen Gefügen? Die These von D&G vom Ende des Anti-Ödipus, das Gadgets Anhängsel (Appendix) von Wunschmaschinen sind, muss heute wahrscheinlich auf den Kopf gestellt werden: die Wunschmaschinen sind zu Anhängseln von Gadgets geworden. In Part 2 von APPENDIX WUNSCHMASCHINEN lesen wir zusammen online das Ende des Appendix und versuchen den Übergang zum Konzept der Kriegsmaschinen zu verstehen. Um diesen Übergang erfahrbar zu machen, gibt es eine filmische Überraschung.

Entanglements of matter : unknown folds, sensate space and breathing things

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Mira Hirtz

Zoom Meeting ID: 870 5349 3809

Do. 18.03.21 | 20:00 | online 19:45

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Me and the thing, you and the object, we here and them there…it is an old question that keeps coming back around: How do we, human-beings, relate to the world? The century of the Anthropocene, proclaimed in the year 2000, highlights this question too: it challenges us to question the dominating categories of animate and inanimate matter in favour for a network of human and non-human beings. How can we grasp this network? How can we attend to the entanglement of these different kinds of matter? Since a few years, Mira has been researching a somatic approach towards this question, claiming that it does not only need philosophical and geopolitical investigation, but that it also needs to be addressed by our bodies. 

A somatic approach offers playful sensorial, movement- and experience-based tools to explore and imagine entangled relationships – and thereby expands the common understanding of academic research. Mira is continuously reflecting on how to bridge the variety of different research approaches and she would like to invite you to a collective experimental session. She will share her research practice combining somatics, deep reading of theoretical texts and performative artworks. We will collage those methods and look into selected texts by amongst others Karen Barad and Bruno Latour, explore movement with and perception of objects, practice free writing and share discussion. There is no movement-experience needed and the shared tasks will be adjustable to all needs. You only need to bring your curiosity! 

Mira Hirtz (*1991) imagines in different media and situations, what the value of creativity is for people and ecology. She bases her research on somatic techniques and positions her work in the context of critical eco-somatics, experimenting with performance, perception and movement as means to generate and mediate knowledge about sensate matter. The fact that she graduated from creative dance at Trinity Laban Conservatoire London and Art History and Media Philosophy at the HfG Karlsruhe has shaped her practice, as well as her work as a freelance art mediator and curator. She is currently involved in the “Critical Zones” project at ZKM Karlsruhe, where the museum turns into a rehearsal space in analogue and virtual ways.

For more information, see https://mirahirtz.de

L’Anti-ŒdipeL’Oréal | #4

gesellschaften | war machine_online

 

Anti-Produktion | wunschmaschinen | # 4

L’Anti-ŒdipeL’Oréal 

Di. 09.03.21 | 20:00

https://us02web.zoom.us/j/84722331817

Meeting ID: 847 2233 1817

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Die Netzwerke der Sozialen Medien sind zu politischen Akteuren von ungeheuren Ausmaßen gewachsen. Was sonst sollten sie sein als Wunschmaschinen im Sinne des Anti-Ödipus von Deleuze & Guattari?! Um die Mutationen der Kriegsmaschinen der Gegenwart zu verstehen, muss man zunächst die Natur dieser Wunschmaschinen verstehen lernen. Wie verschalten sich die Wünsche oder das Begehren und die digitalen und die sprachlichen Codes zu einem Mehrwert an politischem Chaos in maschinellen Gefügen? Die These von D&G vom Ende des Anti-Ödipus, das Gadgets Anhängsel (Appendix) von Wunschmaschinen sind, muss heute wahrscheinlich auf den Kopf gestellt werden: die Wunschmaschinen sind zu Anhängseln von Gadgets geworden. In Part 3 von APPENDIX WUNSCHMASCHINEN lesen wir zusammen online das Ende des Appendix und versuchen den Übergang zum Konzept der Kriegsmaschinen zu verstehen. Um diesen Übergang erfahrbar zu machen, gibt es eine filmische Überraschung.

Feels like haven & Slides / a letter to dance

Screening | Online

 

Doppelscreening

Sa.06.03 | 19:00 – So.07.03.2021 | 23:59

Annett Hardegen | Roni Katz

 

Roni Katz und Annett Hardegen zeigen am 6.3. in einem Doppelscreening jeweils eine ins filmische Medium übersetzte Performance.

Beide Arbeiten gemeinsam ist die Erfahrung durch die Pandemie mit neuen Medien arbeiten zu müssen und zu können und innerhalb dieser Arbeiten aber ein Nachdenken über das Medium, in dem die Künstler*innen eigentlich „zu Hause“ sind zu vollziehen: Tanz und Performance sind die Bezugs – und Ankerpunkte ihres Selbstverständnisses.

Gespräch | Online

Ein Gespräch mit Annett Hardegen & Roni Katz

So. 07.03 | 19:00

 

https://us02web.zoom.us/j/87541729125

Meeting ID: 875 4172 9125

Location: BERLIN

Feels like haven | Annett Hardegen

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Zwei Männer und eine Frau, alle mindestens 40. Sie rauchen, trinken, hören Musik und erinnern sich: Wie hat das alles angefangen? Erste Zigaretten? Lieblingssong? Wann ist da was kaputt gegangen? Sie spielen ein Spiel: identity. Das Gefühl, die 40 überlebt zu haben, lässt sie unsicher werden. Sie verschwimmen zu einer Geschichte, einer Selbst-Erzählung. Drei mal Ich und doch gar keins oder doch die Geschichte von der Person, die sich Annett Hardegen nennt und behauptet: das ist alles meins, das ist mein Ich. Und dann vermischt sich der Zigarettenrauch im Bild zu einem diffusen Nebel. Die Bilder verschwimmen, wer spricht da und zu wem!

‘feels like haven’ ist ein Spiel der Dopplungen, Verwandlungen, Unterhandlungen und der Anbahnung an den Moment, der endlich eine Auflösung vom Ich verspricht. Weg von mir, sagt sie, ich habe mich nie für mich interessiert. Um so mehr für alles Andere, sagt er und dem Versprechen, dass das Theater für sie war. Eine Art Wahrheit, eine Erzählung, ein Bild. „Und während mich der nächste Faustschlag trifft, vom vernünftigen und jungen Mitschüler, denke ich an die Schachtel in meinem Schrank. In meiner Erinnerung finde ich darin meine alten Schuhe, die ich im Osten getragen habe. “Unglaublich!” rufe ich zufrieden seufzend und freue mich darüber, dass ich sie wieder habe. Etwas zu finden, was mein Leben bis ’89/’91 begleitet hat, als ich so allein war, kommt mir fast wie ein kleines Wunder vor.“ (In dt. Sprache mit englischen Untertitel. Länge: 33 Min.)

von und mit: Annett Hardegen, Lea Nagano, Federico Neri, Valentina Primavera, Marcus Reinhard, Malte Scholz,  Macarena Solervicens

Wir danken: Julia Krause und Michael Krause.

Im April 2020 sollte die Wiederaufnahme von „Feels like Haven“ stattfinden, einem Teil aus der 2018 entstandenen Reihe freies Theater 5 Erinnerungen wie es hätte werden können.

Wir haben uns entschieden, die Performance zu übersetzen. ‚Feels like haven, ein Film‘ ist nach fast einem Jahr Beschäftigung ein Hybrid zwischen nicht mehr Performance und nicht ganz Film, ein Dialog und ein Widerstand.

Eine Produktion von Vierte Welt. Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Slides / a letter to dance | Roni Katz

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A choreographer invites the audience to indulge in the symbiosis of dance in her past and the political realities of her present. This deeply personal deconstruction of the choreographies, hierarchies, and labor conditions that have influenced her career exposes the complexities of a dancer’s relationship to dance. While acknowledging inspiration and heritage, and the temporal impossibility to undo education and training, her feelings are exposed. How to embody something you struggle believing in? How can she be devoted to a form that wobbles around politics? How to be unburdened from the oppression of canon and the weight of the gaze? Despite frustration, the way she moves unveils affection for this long-term relationship. The inextricability of dance in her body is as clear as her power to break it down and redirect it. She is looking for the reasons why she began, and why she continues, dancing. 

This film is another iteration of the solo Slides, reworked during a month of residency at Vierte Welt. (length: 25 min.)

Dance and Choreography Roni Katz | Camera Noam Gorbat | Edit Noam Gorbat, Roni Katz | Light Catalina Fernandez | Costume Daphna Munz | Voices Rasha Nahas, Ariel Nil Levy, Alex Viteri, Dora Zygouri | Artistic advice Litó Walkey | Sound Mix | Manuela Schininá

Dank an Louise Trueheart, Laura Kirshenbaum, Zeina Hanna, Tamar Grosz

A production by Roni Katz | Supported by Vierte Welt, Ada Studio Berlin, Deufert & Plischke.