Afro-Sonic Mapping

Event | Care Of Editions

 
AFRO-SCAN MAPPING

Fr. 30.04.19 

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Satch Hoyt, born in London of British and African-Jamaican ancestry, is an artist, musician and researcher currently living in Berlin. Hoyt will present his long-term project, Afro-Sonic Mapping, which seeks to trace the migrations of the Afro-Sonic Signifier and understand its transfer through the black Atlantic passage. It is based on an investigation of the earliest recordings of African music by anthropologists Leo FrobeniusNorthcote Thomas and Karl Edvard Laman, among others, that employed phonograph-recording machines during their separate field trips in central and West Africa circa 1890 to 1907.

Afro-Sonic Mapping links the unchartered waters of anthropological field recordings to the contemporary urban frequencies of Kinshasa, Luanda, Salvador de Bahia, London, Kingston, New York, Los Angeles and New Orleans. Sonic Mapping is a tool to perceive and understand the existence and migrations of what Hoyt terms the Eternal Migration of the Afro-Sonic Signifier.

Made possible with the support by Haus der Kulturen der Welt. As part of the long-term project „Kanon-Fragen“. Supported by the Federal Government Commissioner for Culture and the Media due to a ruling of the German Bundestag.

 

Ermöglicht mit Unterstützung von Haus der Kulturen der Welt. Im Rahmen des Langzeitprojekts von „Kanon-Fragen“, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Es ist nichts

Theater | Institut für Widerstand im Postfordismus

 
Es ist nichts

Institut für Widerstand im Postfordismus

Fr. 12.04.19 

Do. 30.05.19 | 20:00 – 21:30 | Karten/Bar 19:30 | Eintritt 3/8/12 Euro

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Vor ein paar Wochen bekam ich einen Brief. Dieser Brief war eine Einladung zu einer Lecture. Ich sollte etwas zur Frage „Verschwindet der Mensch unbelehrbar?“ vorbereiten… Es ging hier um eine ganz grundsätzliche Frage und ich fragte meinen Mann, ob ich zu- oder absagen sollte. Hast du denn etwas zu sagen? fragte er. Ich nickte und fing an zu schreiben, doch dann wurde mir ganz schwarz vor Augen, ich sah nichts mehr und rief um Hilfe!

Inspiriert von den Formen des Dada und des Theaters des Absurden hat das Institut für Widerstand im Postfordismus im Sommer vier Wochen lang im Rahmen einer Residenz geforscht.

Konzept | Text | Performance | Elisa Müller

Konzept |  Dramaturgie | Christoph Wirth, Vega Damm

Mitarbeit | Verena Brakonier, Henrike Kohpeiß

Assistenz | Johannes Ambrosius

Eine Produktion des Instituts für Widerstand im Postfordismus, ermöglicht durch flausen+ – young artists in residence.

Ohne Prozess

Diskussion

 
Ohne Prozess

Promedia Verlag | Buchvorstellung: Josef Alkatout „Ohne Prozess“

 

Moderiert von Andreas Schüller, European Center for Constitutional and Human Rights

Mi. 10.04.19

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Wie freiheitlich ist eine sich auf die Werte der Aufklärung berufende Gesellschaft noch, wenn sie ihren Gegnern ein faires Verfahren vorenthält? Und wer sind die Terroristen, deren bloßes Erscheinen die Grundfesten unseres Rechtsstaats zu Fall zu bringen droht?

Seit dem 11. September 2001 hält uns die offenbar allgegenwärtige Bedrohung durch den internationalen Terrorismus in Atem – und mit ihr der Anti-Terrorkampf, der immer häufiger grundlegende Menschenrechte aushebelt. Gegen die Aufständischen sowie deren Netzwerke setzen die USA, Europa und ihre Verbündeten auf eine weltumspannende Offensive, die mit der zeitlichen und räumlichen Begrenzung herkömmlicher bewaffneter Konflikte nichts gemein hat. Nicht mehr die Kriegszeiten, sondern die Friedenszeiten – sofern es sie noch gibt – sind die Ausnahme.

Dieses präzedenzlose Vorgehen im Namen westlicher Sicherheit umfasst drakonische Folterverhöre durch Geheimdienste, rechtlos gestellte Häftlinge in Guantánamo Bay sowie staatlich angeordnete Tötungen durch ferngesteuerte Drohnen. Es hebelt Konventionen zur Kriegsführung aus, die über Jahrhunderte mühsam zwischen Regierungen ausgehandelt wurden, und bringt weit voneinander entfernt lebende Völker gegeneinander auf.

Josef Alkatout besucht das abgeschottete Turkmenistan, den verwahrlosten Gazastreifen und die iranischen Mullahs. Er berichtet von einer US-Drohnenbasis im Niger und aus dem Zentrum des Anti-Terrorkampfs in Afghanistan. Er porträtiert Schicksale von zermürbten Gefangenen, die in Guantánamo seit beinahe zwei Jahrzehnten auf ihren Prozess warten und gibt Einblick in einen Justizskandal, der seinesgleichen sucht.

Alkatout nimmt mit auf eine Reise zu den Grundlagen des Konflikts zwischen den islamischen Rebellen und der westlichen Welt, zu einem entmenschlichten Selbstverständnis von der Moral des Tötens, aber auch zu engagierten Richtern und unerschütterlichen Demokratieverfechtern, die sich der Aushöhlung des Rechtsstaats mutig entgegenstellen.

Josef Alkatout ist promovierter Rechtsanwalt und Dozent für internationales Strafrecht an verschiedenen Universitäten. Er lebt in Genf.

Andreas Schüller leitet den Programmbereich Völkerstraftaten und rechtliche Verantwortung beim European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) in Berlin.