Diskussion

Julia Grosse | Julia Voss

The Situation/Die Situation # 2

Der Gerhard-Richter-Test: 6 Fragen in 60 Minuten Mit Isabelle Graw


Die Journalistinnen Julia Grosse und Julia Voss diskutieren an diesem Abend mit Isabelle Graw über den Künstler Gerhard Richter und die Frage: Wie wird man Deutschlands wichtigster Künstler, welche Mechanismen greifen hier, welche Macht übernimmt hier längst der Markt und wie abstrakt wird der reale Wert eines Werks?


Fr. 28.09.2018 | 20 Uhr | Bar /Kasse: 19:30 | Eintritt frei


Die Situation/The Situation ist Berlins unabhängige Forum für Kulturdebatten, gegründet von Julia

Grosse und Julia Voss. Hinter Die Situation/The Situation steht kein Museum, keine Institution, keine

Stiftung und keine Galerie. Deshalb können hier alle Fragen offen gestellt werden, von den

Gastgeberinnen und auch vom Publikum. In regelmäßigen Abständen diskutieren      

die Journalistinnen und Kunsthistorikerinnen Grosse und Voss mit Kuratoren, Biologinnen, Musikern oder Anwälten aktuelle gesellschaftliche Themen. Dabei soll gemeinsam mit allen Anwesenden der Versuch unternommen werden, Debatten jenseits der gewohnten Kontexte zu etablieren.


In dieser zweiten Veranstaltung von „Die Situation/The Situation“ geht es um den Künstler Gerhard

Richter, der aktuell im Museum Barberini in Potsdam mit einer Einzelausstellung zu sehen ist. Laut „Manager Magazin“ befindet Richter sich mit einem Vermögen von 700 Millionen Euro unter den rund 1000 reichsten Menschen in Deutschland. In den vergangenen Jahren wurde er in Kunstmagazinen wiederholt als „Deutschlands wichtigster Künstler“ bezeichnet. Wie wird man Deutschlands wichtigster Künstler und wie sehr ist die Definition von „wichtig“ an „teuer“ gekoppelt? Welche Mechanismen greifen hier, welche Macht übernimmt hier längst der Markt und wie abstrakt wird der reale Wert eines Werks?

Grosse und Voss sprechen mit Isabelle Graw, Gründerin der Zeitschrift „Texte zur Kunst“ und Professorin an der Städelschule in Frankfurt am Main; zuletzt erschien ihr Buch „Die Liebe zur Malerei: Genealogie einer Sonderstellung“ (Diaphanes, 2017).