DENKEN denken: Fred Pommerehn, Julia Schreiner, Rudi Keiler Gómez de Mello, Yeliz Yigit

Wie wäre es eine Fledermaus zu sein

Ein philosophischer Rundgang, eine Installation von und mit Kindern der 6. Klasse aus vom Kottbusser Tor – zum titelgebenden Text des amerikanischen Philosophen Thomas Nagel.



So. 26.11.2017 | 15:00h | Eintritt frei


„Was kann man wirklich mehr über das bewußte Leben in dieser Welt wissen, als daß man selbst ein Bewußstsein hat? Ist es möglich, daß es weit weniger bewußtes Leben gibt, als man annimmt (keines außer dem eigenen), oder vielmehr umgekehrt (selbst bei Dingen, von denen wir annehmen, daß sie kein Bewußtsein haben) weit mehr?“ (Thomas Nagel)


Anhand des zeitgenössischen Grundlagen-Texts WIE WÄRE ES EINE FLEDERMAUS ZU SEIN? von Thomas Nagel und mit Kindern der 6. Klasse der Jens-Nydahl-Grundschule untersuchten wir die großen Fragen des Lebens: die Grenze zwischen dem eigenen Bewusstsein und dem eines anderen Lebewesens sowie die Frage nach der Möglichkeit, das subjektive Erleben eines Anderen zu verstehen.


Durch die praktische philosophische Forschung mittels Objekten, eigenen Erzählungen, durch Interviews und Diskussion, einen Besuch bei den Fledermäusen auf der Zitadelle Spandau und Interviews auf der Straße überprüften wir  die Übereinstimmung von Text und den Erfahrungen der Kinder.


Hat Schokoladeneis für meine Freundin den gleichen Geschmack wie für mich? Sehen wir alle „grün“ gleich? Wie ist es, eine Fledermaus zu sein? Reicht es, Flügel zu haben, kopfüber aufgehängt zu schlafen, Insekten zu essen und sich mit einem Echolot zu orientieren, um tatsächlich zu verstehen, wie es ist, eine Fledermaus zu sein?



Fred Pommerehn studierte 1982 – 1986 an der North Carolina School of the Arts und graduierte als Stipendiat mit Auszeichnung zum Bachelor of Fine Arts. Seit 1990 arbeitet er als freischaffender Künstler und Szenograf, er kreiert Installationen und szenische Installationen, Bühne, Licht und Kostüme für Theater, Festivals, Events, Tanztheater- und Musikproduktionen sowie für Projekte der kulturellen Bildung. Seine Arbeit führte ihn seither durch weite Teile Europas und bisweilen auch nach Asien und nach Nordamerika. www.fredpommerehn.com

 


Julia Schreiner studierte Theater-, Film- und Kulturwissenschaften, sowie

Kulturmanagement in Straßburg und Berlin. Nach längeren Aufenthalten in Istanbul,

Peking, Zürich und Abidjan (Goethe-Institut), arbeitet sie als Dramaturgin, Kuratorin und

Produzentin in Berlin für eigene Projekte, sowie mit verschiedensten Künstler*innen und Theatern (u.a. Deutsche Oper, Theaterhaus Gessnerallee Zürich, Arctic Opera Norwegen, Theater an der Parkaue, Sophiensaele, Ballhaus Naunynstr. Ballett Kiel).

Zuletzt war sie Leiterin des Begleitprogramms des HAU Hebbel am Ufer und leitete das

Festival DAS GLÜCKLICHSTE VOLK 2016 an der jtw spandau. Sie war Stipendiatin der DEFA-Stiftung und der Kone-Foundation Helsinki, sowie Jurorin u.a. beim “Best of Styria”-Theaterfestival. Seit 2016 arbeitet sie u.a. als Produktionsdramaturgin für die jtw spandau.

 

 

Rudi Keiler Gómez de Mello, ist seit 20 Jahren schauspielerisch und seit 10 Jahren als Regisseur, Künstler, Dramaturg und Theaterpädagoge an verschiedenen Theatern und Institutionen tätig. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt darin, gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen kreative Prozesse zu konzipieren und sie sukzessive an künstlerische Ausdrucksformen heranzuführen. Seine theater- und kunstpädagogischen Projekten erarbeitet und führt er an unterschiedlichen Theatern, Ausstellungsräumen etc. auf.


Yeliz Yigit, 1989 geboren in Berlin, befindet sich gerade in ihrem Masterstudium der Kunst an der Universität der Künste Berlin und der Biologie an der Freien Universität Berlin. Neben ihrem Studium beteiligt sie sich an verschiedenen Projekten in der jtw spandau und engagiert sich in theater- und kunstpädagogischen Projekten mit Kindern


www.denkendenken.org


Gefördert durch tanz + theater machen stark, über den Bundesverband freier Theater (BUFT)


Eine Kooperation der Schlesischen 27 mit der Stadttteilbibliothek am Kottbusser Tor und der Jens-Nydahl-Schule.


Mit herzlichem Dank an Frau Jürgens-Streicher, Manuela Werner und Birgit Braun und das Team der Schlesischen27.