Frl. Wunder AG

DISKURSPROGRAMM: STOTTERN IN DER VIERTEN WELT

Eine dreiteilige Reihe über Privilegien und Anmaßung mit Gästen.


Aktuell: Fr. 28.07 | 18:00 | Eintritt frei


In der gegenwärtigen Debatte über Re-Präsentationen in einer postkolonialen Gesellschaft erhitzte die "trans-racial" Behauptung der weißen US-Amerikanerin Rachel Dolezal, die sich als Schwarz ausgab, den öffentlichen Diskurs.

Die Frl. Wunder AG lädt in Vorbereitung zu ihrer neuen Produktion "Das  weiße  Stottern"  zu drei Diskursformaten in die Vierte Welt ein.

Denn weiße Sehnsüchte am Beispiel der Persona Rachel Dolezal zu hinterfragen und damit diesem weißen Reflex einen ganzen Theaterabend zu gönnen, polarisiert. Das will die Frl. Wunder AG - als weiß positioniertes Produktionsteam -  nicht unter sich aushandeln. An zwei Abenden vor und einem nach der Premiere stellen sie ihr Material und die aufgeworfenen Fragen zur Disposition. Damit eröffnen sie eine öffentliche Auseinandersetzung mit eingeladenen Gästen darüber, wie im Theater weiße Privilegien gezeigt, verhandelt und genutzt werden können, um die Struktur von Rassismus anzugreifen.





Eintritt frei!


29. Mai 2017 | 18 Uhr 

 "In Full Color“ lesen? - Kritische Textprobe  

Ein Buch, ein großer Tisch, Wasser und Wein für alle - wir rekonstruieren die Geschichte von Rachel Dolezal und diskutieren ihr utopisches Potential. 

 

28. Juli 2017 | 18 Uhr 

 „In Full Color“ verurteilen? - Allianzen für Anklagen und Aussprachen 

Ein öffentlicher Verhandlungsraum und Gäste, die ein Sprechen über Rachel Dolezal anklagen - wir diskutieren den Fall als eine Parabel des Rassismus und weißer Privilegien. Wir will, kann sich auch am Telefon dazuschalten. 

  

04. September 2017 | 16 Uhr 

„In Full Color“ überwinden? Rassismus verringern - Anti-Bias Training für Kulturschaffende 

Auch wenn wir progressiv, links und inklusiv gesinnt sind, können wir Kulturarbeiter*innen 

diskriminierende Klischees und Ausschlüsse erzeugen. In einem Halbtages-Seminar mit einer

 Antirassismus-Trainerin können unter Kolleg*innen und Interessierten die eigenen blinden Flecke 

bearbeitet werden. 



Gefördert von Hauptstadtkulturfonds, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, 

Stiftung Niedersachsen