Diskursprogramm zur Produktion "Das Weiße Stottern" | Frl. Wunder AG

Kollektives Stottern

Eine dreiteilige Reihe über Privilegien und Anmaßung mit der Frl. Wunder AG und Gästen.


Mo. 29.05 | 18:00 | Eintritt frei


In der gegenwärtigen Debatte über Re-Präsentationen in einer postkolonialen Gesellschaft spaltet die behauptete "trans-racial" Identität von Rachel Dolezal die interessierte Öffentlichkeit. Dieser 

Biografie einen ganzen Theaterabend zu gönnen, polarisiert umso mehr. Daher möchte die 

Frl. Wunder AG ihre Arbeit "Das Weiße Stottern", die am 30.08.2017 im Theaterdiscounter Premiere haben wird, nicht unter sich aushandeln. Der Abend wird kollektiv präpariert und kritisch verarbeitet 

durch drei Diskursformate in der Vierten Welt, bei denen die Frl. Wunder AG mit Gästen ihr Recherchematerial und aufgeworfene Fragen öffentlich zur Disposition stellt. An drei Abenden vor und nach 

der Premiere kommen wir hier für Aktionen und Debatten zusammen und lassen die Tür auf, um so 

nach und nach ein How-To Use/Destroy/Overcome von weißen Privilegien entstehen zu lassen.



Eintritt frei!


29. Mai 2017 | 18 Uhr 

 "In Full Color“ lesen? - Kritische Textprobe  

Ein Buch, ein großer Tisch, Wasser und Wein für alle - wir rekonstruieren die Geschichte von Rachel Dolezal und diskutieren ihr utopisches Potential. 

 

28. Juli 2017 | 18 Uhr 

 „In Full Color“ verurteilen? - Allianzen für Anklagen und Aussprachen 

Ein öffentlicher Verhandlungsraum und Gäste, die ein Sprechen über Rachel Dolezal anklagen - wir diskutieren den Fall als eine Parabel des Rassismus und weißer Privilegien. Wir will, kann sich auch am Telefon dazuschalten. 

  

04. September 2017 | 16 Uhr 

„In Full Color“ überwinden? Rassismus verringern - Anti-Bias Training für Kulturschaffende 

Auch wenn wir progressiv, links und inklusiv gesinnt sind, können wir Kulturarbeiter*innen 

diskriminierende Klischees und Ausschlüsse erzeugen. In einem Halbtages-Seminar mit einer

 Antirassismus-Trainerin können unter Kolleg*innen und Interessierten die eigenen blinden Flecke 

bearbeitet werden. 



Gefördert von Hauptstadtkulturfonds, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, 

Stiftung Niedersachsen